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Strafanzeige gegen Guttenberg eingereicht – Minister tritt vor die Medien

Weil er in seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben soll, laufen gegen den deutschen Verteidigungsminister nun Anzeigen. Guttenberg hat angekündigt, heute noch vor die Medien zu treten.

Will sich erklären: Karl-Theodor zu Guttenberg.
Will sich erklären: Karl-Theodor zu Guttenberg.

Bei der Staatsanwaltschaft Bayreuth sind im Zusammenhang mit den Plagiatsvorwürfen um seine Doktorarbeit zwei Strafanzeigen gegen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gestellt worden.

Eine Anzeige wegen möglicher Verstösse gegen das Urheberrecht sei an die für solche Fälle zuständige Staatsanwaltschaft in Hof weiter geleitet worden, sagte der Bayreuther Leitende Oberstaatsanwalt Thomas Janovsky am Freitag und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

Fremde Texte verwendet

Die zweite Anzeige betrifft laut Janovsky den Vorwurf, dass Guttenberg im Zusammenhang mit seiner Promotion eine falsche eidesstattliche Versicherung geleistet habe. Diese Anzeige werde aber nicht weiter verfolgt, da die Promotionsordnung keine Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung vorsehe und hier also entsprechend kein strafbares Verhalten des CSU- Politikers vorliegen könne.

Guttenberg soll in seiner Doktorarbeit in Jura an mehreren Stellen fremde Texte zitiert haben, ohne dies wie vorgeschrieben als Zitat zu kennzeichnen. Die Universität Bayreuth prüft nun, ob Guttenberg deshalb der Doktortitel aberkannt werden muss.

Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich inzwischen hinter ihren Verteidigungsminister. Merkel äusserte ihr «volles Vertrauen» in Guttenberg, wie am Freitag aus Regierungskreisen verlautete. Allerdings müsse sich dieser zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen äussern. Eine solche Erklärung wird noch für Freitag erwartet.

SDA/oku

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