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Staatsbankrott: Plant die EU einen Rettungsschirm für Spanien?

Die Euro-Staaten stellen sich nach einem Zeitungsbericht auf Nothilfe-Massnahmen für Spanien ein. Doch Madrid versichert, man werde keine Hilfe benötigen.

Braucht Spanien Hilfe?: Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero (links), EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso im März in Brüssel.
Braucht Spanien Hilfe?: Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero (links), EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso im März in Brüssel.
Keystone

Die «Financial Times Deutschland» berichtet auf ihrer Webseite in einem «Exklusiv»-Beitrag, dass die Euro-Staaten sich auf finanzielle Nothilfe für Spanien einstellen würden. Falls sich die Probleme im Bankensektor des Landes verschärfen sollten, so das Blatt, solle Spanien Kredite aus dem 750-Milliarden-Euro-Rettungsfonds von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds bekommen.

Eine Quelle für diese Information wurde allerdings nicht genannt. Laut der Zeitung geht es eher um ein «Szenario für die nächsten Monate». Sie zitierte in diesem Zusammenhang einen Sprecher der EU-Kommission, es gebe «derzeit» keine Anzeichen für einen spanischen Hilfsantrag.

Private Verschuldung als Hauptproblem

Die Regierung von Spanien reagierte auf den Bericht mit einer Klarstellung, welche die Nachrichtenagentur Reuters Deutschland verbreitet hat. «Es gibt keine Rettungsaktion. Es ist weder etwas angefragt worden noch wird dies geschehen», sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums demnach am Freitag.

Der Euro-Rettungsschirm war Anfang Mai beschlossen worden. Dabei hatte eher Portugal als ein möglicher Kandidat gegolten. Spanien leidet anders als Griechenland nicht unter einem grossen Staatsdefizit, sondern unter einer Überschuldung seiner Bürger. Die Banken, insbesondere die Sparkassen, hatten nach einer Korrektur der Immobilienpreise Kreditausfälle zu verzeichnen. Mehrere Geldinstitute mussten vom Staat gerettet werden oder sahen sich zu Fusionen gezwungen.

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