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Sparpaket angenommen – Krawalle vor dem griechischen Parlament

Im Zentrum von Athen ist es zu gewalttätigen Zusammenstössen gekommen. Die Polizei setzte Tränengas gegen Demonstranten ein. Es gab mehrere Verletzte und Festnahmen.

Nach der Abstimmung ums Sparpaket spitzt sich die Lage zu: Randalierer kämpfen Sicherheitskräfte. (29. Juni 2011)
Nach der Abstimmung ums Sparpaket spitzt sich die Lage zu: Randalierer kämpfen Sicherheitskräfte. (29. Juni 2011)
Reuters
Der Sachschaden ist gross: In Brand gesetzter Bus. (29. Juni 2011)
Der Sachschaden ist gross: In Brand gesetzter Bus. (29. Juni 2011)
Reuters
Bereits in den Tagen und Wochen zuvor ist es immer wieder zu Protesten gekommen: Demonstration vor dem Parlament in Athen. (26. Juni 2011)
Bereits in den Tagen und Wochen zuvor ist es immer wieder zu Protesten gekommen: Demonstration vor dem Parlament in Athen. (26. Juni 2011)
Keystone
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Die Leute hätten damit gerechnet, dass das Parlament das Sparpaket billigen würde, berichtet ein Reporter des deutschen Fernsehsenders n-tv. Noch immer würden sich viele Leute vor dem Parlamentsgebäude demonstrieren, die Nachricht über den Entscheid dürfte sie mittlerweile erreicht haben. Mit dem Einsatz von Tränengas verhinderte die Polizei das Vordringen von Steine werfenden Demonstranten auf das Parlamentsgebäude. Zunächst kam es zu vereinzelten Scharmützeln zwischen Bürgern und Beamten, die sich immer mehr zu Krawallen ausweiteten.

Die Protestierenden versuchten, Absperrungen umzustürzen und schleuderten Flaschen und Müll auf die Polizisten. Die Demonstranten hatten angekündigt, Abgeordnete am Betreten des Parlamentsgebäudes zu hindern. Sicherheitskräfte sperrten einen grossen Bereich der Innenstadt für den Verkehr.

Zusammenstösse schon am Morgen

Schon am Morgen hatte die Polizei Tränengas gegen eine Gruppe von 400 linksgerichteten Demonstranten eingesetzt, die unterwegs zum Syntagma-Platz vor dem Parlament war. Im Zentrum der griechischen Hauptstadt hatte es bereits gestern Ausschreitungen am Rande der Proteste gegen das geplante Sparprogramm der Regierung gegeben.

Nach Angaben aus Polizeikreisen gab es dabei 37 Verletzte und 14 Festnahmen mutmasslicher Randalierer. In der Bevölkerung gibt es erbitterten Widerstand gegen das rigorose Sparprogramm der Regierung. Dieses ist Voraussetzung für weitere internationale Hilfen für das vom Bankrott bedrohte Griechenland.

48-stündiger Generalstreik

Die Massnahmen umfassen neben Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen auch umfangreiche Privatisierungen. Dagegen richtet sich auch ein 48-stündiger Generalstreik der Gewerkschaften, der gestern begann.

Das Parlament wurde heute durch ein grosses Aufgebot von Bereitschaftspolizisten vor Demonstranten abgeschirmt. Die sogenannten «Empörten», die seit Wochen auf dem Syntagma-Platz vor dem Parlament campieren, haben dazu aufgerufen, das Gebäude der Volksvertretung einzukesseln.

sda/dapd/rub/miw

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