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Sozialisten gewinnen erste Wahl nach Anschlägen von Paris

Frankreichs rechtsextremer Front National scheitert bei der Parlaments-Nachwahl mit dem Versuch, einen dritten Sitz in der Nationalversammlung zu erringen.

Im ersten Wahlgang hatte er noch hinter seiner Konkurrentin vom Front National gelegen: Frédéric Barbier (Mitte) nimmt Glückwünsche entgegen. (8. Februar 2015)
Im ersten Wahlgang hatte er noch hinter seiner Konkurrentin vom Front National gelegen: Frédéric Barbier (Mitte) nimmt Glückwünsche entgegen. (8. Februar 2015)
Sebastien Bozon, AFP

Die erste Wahl nach den Pariser Terroranschlägen vom Januar haben die Sozialisten gewonnen. Bei der zweiten Runde der Abstimmung im Département Doubs setzte sich ihr Kandidat Frédéric Barbier mit 51,4 Prozent knapp gegen seine Konkurrentin Sophie Montel von der rechtsextremen Partei Front National (FN) durch, wie die Behörden mitteilten. Montel holte 48,6 Prozent der Stimmen. Die beiden bewarben sich um einen frei gewordenen Parlamentssitz.

Barbier bezeichnete den Front National als «Gefahr für unsere Demokratie». Der Sieg zeige, dass die Linke trotz einer Reihe von Niederlagen wieder an Beliebtheit habe gewinnen und die Rechtsextremen habe abwehren können - das allerdings sei nur möglich, wenn man das Vertrauen der Bürger zurückgewinnen könnte. Montel meinte angesichts des knappen Ausgangs, ihre Partei sei die grosse Gewinnerin der Wahl.

Front-National-Kandidatin Montel hatte die erste Wahlrunde mit einem Vorsprung von vier Prozentpunkten vor Barbier gewonnen. Dabei hatten Beobachter damit gerechnet, dass Barbier den Parlamentssitz ohne Probleme gewinnen würde.

Entgegen Sarkozys Empfehlung

Der Sitz in der Nationalversammlung musste neu vergeben werden, weil der bisherige Abgeordnete Pierre Moscovici in die EU-Kommission gewechselt war. Der Sozialist hatte 2012 noch 49,3 Prozent der Stimmen bekommen. Die konservative UMP, deren Kandidat im ersten Wahlgang überraschend gescheitert war, hatte ihren Wählern entgegen einem Votum von Parteichef Nicolas Sarkozy Enthaltung oder Blanko-Wahlzettel empfohlen. Der Ex-Präsident hatte sich für eine Wahl gegen die Rechtsextremen ausgesprochen.

Die Sozialisten von Frankreichs Präsident François Hollande hatten eine klare Linie gegen die Rechtsextremen von FN-Chefin Marine Le Pen gefordert. Hollande, dessen schlechte Umfragewerte zuletzt nach oben zeigten, wies vor der Wahl darauf hin, nicht alle Parteien stünden für die französischen Werte.

SDA/thu

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