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Sie nennen sich «Los Indignados»

In Madrid protestierten in den letzten Tagen Zehntausende Menschen gegen die miserablen wirtschaftlichen Zustände. TA-Korrespondent Martin Dahms erklärt, wo das Potenzial der jungen Bewegung liegt.

Nach der Wahl der kommunalen Parlamente gingen die Proteste weiter: Demonstranten schreien Parolen gegen einen spanischen Lokalpolitiker in Madrid. (11. Juni)
Nach der Wahl der kommunalen Parlamente gingen die Proteste weiter: Demonstranten schreien Parolen gegen einen spanischen Lokalpolitiker in Madrid. (11. Juni)
Keystone
Wehren sich gegen die Wegweisung: Demonstranten vor dem Rathaus in Madrid (11. Juni)
Wehren sich gegen die Wegweisung: Demonstranten vor dem Rathaus in Madrid (11. Juni)
Keystone
Die Proteste sind bisher friedlich, trotz vereinzelten martialischen Aufrufen: «Lasst uns in Steuerparadiesen einmarschieren», steht auf dem Plakat eines Demonstranten in Madrid.
Die Proteste sind bisher friedlich, trotz vereinzelten martialischen Aufrufen: «Lasst uns in Steuerparadiesen einmarschieren», steht auf dem Plakat eines Demonstranten in Madrid.
Reuters
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Seit fünf Tagen sind in Spanien Tausende von Menschen auf den Strassen. Um was geht es den Menschen konkret?

Die Proteste sind ein allgemeiner Ausdruck der Unzufriedenheit mit dem Stand der Dinge in Spanien. Seit einem Jahr fährt die Regierung Zapatero eine Wirtschaftspolitik, in deren Zentrum die Sanierung des Staatshaushaltes steht. Mit der Wirtschaftskrise ist Spaniens Haushalt aus dem Ruder geraten. Seither versucht der Staat zu sparen, wo es geht, und das geschieht hauptsächlich zulasten der Schwächeren in der Gesellschaft. Es gab Leistungskürzungen und Steuererhöhungen. Zudem sind fast fünf Millionen Menschen arbeitslos. Das sind die spezifisch spanischen Aspekte an den Protesten. Im Allgemeinen demonstrieren die Leute aber auch gegen ein Wirtschaftssystem, das in Krisenzeiten den Banken hilft und die einfachen Leute hängen lässt. Die Leute, die nicht für die Krise verantwortlich sind, müssen diese bezahlen.

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