Serbiens Präsident macht Schritt auf Kosovo zu

Aleksandar Vucic, Präsident von Serbien, kann sich unter Bedingungen eine Anerkennung des Kosovo vorstellen.

«Wir können den Kosovo nicht anerkennen, ohne von der anderen Seite etwas zu bekommen»: Serbiens Präsident Aleksandar Vucic. (Archivbild)

«Wir können den Kosovo nicht anerkennen, ohne von der anderen Seite etwas zu bekommen»: Serbiens Präsident Aleksandar Vucic. (Archivbild)

(Bild: Keystone)

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hält eine Anerkennung des Kosovo als souveräner Staat unter Bedingungen für möglich. Zunächst müsse aber ein «Kompromiss» gefunden werden, sagte Vucic am Montag der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

«Wir können den Kosovo nicht anerkennen, ohne von der anderen Seite etwas zu bekommen.» Er sei «sicher», dass mit «Hilfe unserer europäischen Freunde» und mit Unterstützung von Russland, den USA, China und anderen Länder eine «Lösung» gefunden werden könne.

Belgrad weigert sich bis heute

Kosovo, in dem mehrheitlich ethnische Albaner leben, hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Belgrad weigert sich bis heute, die Loslösung seiner früheren südlichen Provinz anzuerkennen.

Serbien muss alle Gebietsstreitigkeiten beilegen, bevor es wie angestrebt der EU beitreten kann. Serbien ist bereits offiziell EU-Beitrittskandidat, Kosovo wird von der EU als «potenzieller Kandidat» geführt.

Kosovos Regierungschef Ramush Haradinaj hatte der Nachrichtenagentur AFP im Januar gesagt, er halte ein Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zu Serbien in diesem Jahr für möglich. Verhandlungen über einen Gebietstausch mit dem Nachbarland schloss er aber aus.

chk/sda

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