Zum Hauptinhalt springen

Schweizer zündet Tränengas in Kosovo-Parlament

Schon wieder Chaos im kosovarischen Parlament. Diesmal steht ein Schaffhauser im Mittelpunkt.

Die Debatte wurde gestoppt: Abgeordnete verlassen nach der Zündung der Petarde den Ratssaal. (15. Oktober 2015)
Die Debatte wurde gestoppt: Abgeordnete verlassen nach der Zündung der Petarde den Ratssaal. (15. Oktober 2015)
Keystone

Im kosovarischen Parlament hat es am Donnerstag erneut Tumulte gegeben. Oppositionelle Abgeordnete zündeten Tränengaspetarden, noch bevor die Sitzung begann. Die Sitzung in Pristina wurde abgebrochen. Bereits in der vergangenen Woche hatte sich ein ähnlicher Vorfall im Parlament ereignet. Der Protest der Opposition richtet sich in beiden Fällen gegen zusätzliche Rechte für die serbischen Minderheit im Land. Die serbischen Gemeinden im Kosovo sollen einen eigenen Kommunalverband gründen dürfen.

Aufnahmen aus dem Ratssaal zeigen die Attacke mit Tränengas. (Quelle: Lajminet/Youtube)

Die erste von zwei Petarden hat heute ein Abgeordneter namens Faton Topalli gezündet. Gegenüber albanischen Medien sagte der Vertreter der linksnationalistischen Partei Vetëvendosje (Selbstbestimmung), dies sei seine Aufgabe gewesen. In den Saal geschmuggelt habe er die Petarde aber nicht. Einer allfälligen Strafuntersuchung werde er sich stellen.

Faton Topalli ist kosovarisch-schweizerischer Doppelbürger. Der 52-Jährige kam zu Beginn der 80er Jahre in die Schweiz und wohnt in Dörflingen im Kanton Schaffhausen.

Faton Topalli (Bild: Wikipedia)

In der Schaffhauser Politik ist Topalli bestens bekannt und vernetzt. So unterstützten ihn Vertreter der Schaffhauser Alternativen Liste im Wahlkampf im Kosovo. Fünf Mitglieder verteilten 2013 für ihn Flyer in seiner Heimat.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch