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Schwedischer Politiker verweigert Journalistin Händedruck

Das Verhalten eines Mitglieds der Grünen sorgt in Schweden für Schlagzeilen. Yasri Khan zieht Konsequenzen, weist die Kritik jedoch zurück.

«Menschen können einander in unterschiedlicher Weise begrüssen»: Yasri Khan. (Bild: wikipedia.org/looper223)
«Menschen können einander in unterschiedlicher Weise begrüssen»: Yasri Khan. (Bild: wikipedia.org/looper223)

In Schweden hat sich ein Mitglied der Grünen nach heftiger innerparteilicher Kritik aus der Politik zurückgezogen, nachdem er am Vortag wegen seines muslimischen Glaubens einer TV-Journalistin den Handschlag verweigert hatte. Der 30-jährige Yasri Khan hatte bei einem Interview des Fernsehsender TV4 stattdessen seine Hand aufs Herz gelegt.

«Menschen können einander in unterschiedlicher Weise begrüssen. Die Hauptsache ist, respektvoll miteinander umzugehen», sagte Khan, der auch Generalsekretär der Organisation Schwedische Muslime für Frieden und Gerechtigkeit ist.

«Clown im Medienzirkus»

Die Grünen-Abgeordnete Stina Bergström nannte Khans Verhalten «unannehmbar». Es sei unmöglich, einen Mann in der Partei zu haben, der Frauen nicht so grüsse wie Männer.

Khan wies die Kritik zurück. Zur Begründung seines Rückzugs erklärte er, er frage sich, ob im derzeitigen politischen Klima Politik das Richtige für ihn sei und ob er «dem Medienzirkus als Clown dienen» wolle.

In der Schweiz sorgte ein ähnlicher Fall für Diskussionen. In Therwil weigerten sich zwei Schüler, einer Lehrerin die Hand zu geben.

AFP/woz

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