Zum Hauptinhalt springen

Schwedischer Mohammed-Zeichner bei Vortrag angegriffen

Lars Vilks, der einst den Propheten als Hund darstellte, ist von einem Zuhörer ins Gesicht geschlagen worden. Er hatte einen Film mit sexuellem Inhalt gezeigt, heisst es.

Die Brille zerschlagen: Der Zeichner Lars Vilks.
Die Brille zerschlagen: Der Zeichner Lars Vilks.

Der durch eine Mohammed-Zeichnung bekannt gewordene schwedische Künstler Lars Vilks ist bei einer Vorlesung in Uppsala überfallen und leicht verletzt worden. Ein Zuhörer sei plötzlich aufgestanden und habe sich auf Vilks gestürzt, erklärte ein Augenzeuge.

Im Tumult hätten dann drei Personen auf dem Zeichner gelegen, berichtete der Fotograf der lokalen Zeitung «Uppsala Nya Tidning» am Dienstag. Nach den Angaben von Vilks selbst gegenüber der Nachrichtenagentur TT erhielt er einen Kopfstoss.

Zwei Personen festgenommen

Ausserdem habe der Angreifer seine Brille zerschlagen. Danach brach ein Tumult im Saal aus. Dabei wurde nach Behördenangaben auch ein Polizist verletzt, der Vilks bewachen sollte. Es habe zwei Festnahmen gegeben, teilte die Polizei mit.

Der Zeitungsfotograf berichtete, dass bei der Vorlesung in dem mit 250 Zuhörern voll besetzten Vorlesungssaal zunächst eine ruhige Stimmung geherrscht habe.

«Sie wurde dann extrem aggressiv, als Vilks einen Film mit sexuellem Inhalt zeigte», sagte der Fotograf Tor Jonsson. Nach Angaben des Zeichners wurde er schon vor seinem Vortrag aus der ersten Reihe angepöbelt.

Dänischer Kollege ebenfalls angegriffen

Vilks hatte 2007 eine Zeichnung mit dem islamischen Propheten als Hund veröffentlicht und und muss seitdem mit Morddrohungen leben. In den USA sitzt seit März eine Islamistin in Untersuchungshaft, weil sie die Ermordung des Schweden geplant haben soll.

Im benachbarten Dänemark überfiel am Neujahrstag ein Mann den Karikaturisten Kurt Westergaard in dessen Haus mit einer Axt. Westergaard, der 2005 für die Zeitung «Jyllands-Posten» Mohammed mit Bombe im Turban gezeichnet hatte, konnte sich in einen Sicherheitsraum retten.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch