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Schwedische Rechtspopulisten schwänzen Gottesdienst

Mit ihrem Einzug ins Parlament haben die Schwedendemokraten für Aufruhr gesorgt. Jetzt haben sie die Predigt zur Parlamentseröffnung verlassen – weil diese angeblich gegen sie gerichtet war.

In traditionellen Kostümen zur Predigt: Die Fraktion der Schwedendemokraten am Dienstag unterwegs zum Gottesdienst, den sie später unter Protest verliessen.
In traditionellen Kostümen zur Predigt: Die Fraktion der Schwedendemokraten am Dienstag unterwegs zum Gottesdienst, den sie später unter Protest verliessen.

Schwedens neu in den Reichstag gewählte Rechtspopulisten haben ihre parlamentarischen Aktivitäten mit einem Eklat eingeleitet. Die 20 Abgeordneten der Schwedendemokraten verliessen am Dienstag aus Protest den feierlichen Gottesdienst vor der Parlamentseröffnung.

In der Predigt argumentierte Bischöfin Eva Brunne für die humane Behandlung von Flüchtlingen und gleiche Rechte aller Menschen. Im Beisein der schwedischen Königsfamilie sagte sie unter anderem: «Der Rassismus, der anderen den Wert abspricht, den man selbst hat, ist mit einem Leben in Freiheit nicht vereinbar.»

«Attacke gegen uns»

Nach dem Auszug der 20 Schwedendemokraten aus dem Gottesdienst sagte deren Parteichef Jimmie Åkesson: «Das war eindeutig eine Attacke gegen uns.» Wenn man derartig durch Äusserungen über denselben Wert aller Menschen provoziert werde, müsse man reagieren.

Die Schwedendemokraten sind mit Forderungen nach drastischen Einschränkungen bei der Zuwanderung erstmals in den Reichstag gewählt worden. Sie bekamen am 19. September 5,7 Prozent der Stimmen.

SDA/oku

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