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Schweden will allen syrischen Flüchtlingen Asyl gewähren

Als erstes europäisches Land hat Schweden angekündigt, alle Asylsuchenden aus Syrien aufzunehmen – unbefristet. Der Migrationsminister rief andere Länder auf, diesem Beispiel zu folgen.

Syrische Flüchtlingskinder sitzen auf einem Bett im Flüchtlingslager Quru Gusik 20 Kilometer östlich von Arbil im Norden des Irak. (22. August 2013)
Syrische Flüchtlingskinder sitzen auf einem Bett im Flüchtlingslager Quru Gusik 20 Kilometer östlich von Arbil im Norden des Irak. (22. August 2013)
SAFIN HAMED, AFP
Drei von mehr als zwei Millionen: Syrische Flüchtlinge am Grenzübergang ins türkische Cilevegozu. (2. September 2013)
Drei von mehr als zwei Millionen: Syrische Flüchtlinge am Grenzübergang ins türkische Cilevegozu. (2. September 2013)
AP Photo/Gregorio Borgia
3000 Flüchtlinge pro Tag treffen im neuen Camp ausserhalb von Arbil, Irak, ein. (22. August 2013)
3000 Flüchtlinge pro Tag treffen im neuen Camp ausserhalb von Arbil, Irak, ein. (22. August 2013)
Thaier al-Sudani, Reuters
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Schweden will allen Asylanträgen von syrischen Flüchtlingen stattgeben. Jeder Asylsuchende aus dem Bürgerkriegsland, der in Schweden um Asyl bitte, werde aufgenommen, sagte die Sprecherin der schwedischen Einwanderungsbehörde, Annie Hörnblad, gestern der Nachrichtenagentur AFP.

«Die Behörde hat diese Entscheidung getroffen, weil sie davon ausgeht, dass die Gewalt in Syrien in naher Zukunft nicht abreissen wird.» Schweden ist damit das erste europäische Land, das diesen Schritt ankündigt.

Den Flüchtlingen werde bis auf Weiteres ein zeitlich unbefristeter Aufenthaltsstatus eingeräumt. Bislang gewährte Schweden ihnen ein dreijähriges Asyl, nachdem jeder Fall gesondert überprüft worden war. Seit 2012 hat das Land 14'700 Syrer aufgenommen.

«Über Verantwortung nachdenken»

Die Einwanderungsbehörde rechnet damit, dass die grosse Mehrheit der Syrer, die bislang nur ein vorübergehendes Bleiberecht haben, sich nun um ein permanentes Aufenthaltsrecht bemühen werde. Dies würde ihnen ermöglichen, auch ihre Familien nach Schweden zu holen.

Schwedens Migrationsminister Tobias Billström rief andere Länder auf, diesem Beispiel zu folgen. «Kein Konflikt auf der Welt ist derzeit so grausam, lang und blutig wie der Konflikt in Syrien. Das sollte viele Politiker innerhalb und ausserhalb der EU veranlassen, über unsere Verantwortung nachzudenken», sagte Billström der Zeitung «Aftonbladet».

SDA/ajk

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