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Schicksalsjahre eines Königreichs

Kabinettsumbildung hin oder her: Grossbritannien durchlebt dramatische Zeiten. Angesichts dessen wirkt David Camerons grosse Personalrochade wie ein sommerliches Unterhaltungs­programm für aufgeregte Hauptstadtjournalisten. Ein Kommentar.

Eine zuverlässige Stütze: Der abtretende Aussenminister William Hague trifft in 10 Downing Street, der Residenz von Premierminister David Cameron, ein.
Eine zuverlässige Stütze: Der abtretende Aussenminister William Hague trifft in 10 Downing Street, der Residenz von Premierminister David Cameron, ein.
Keystone

Sieben Minister sind in Grossbri­tannien zurück­getreten, darunter bedeutende wie Aussenminister William Hague oder Kenneth Clarke, Minister ohne Geschäftsbereich und wichtigster Vertreter des linken Flügels von ­Premierminister David Camerons ­Konservativer Partei.

Wer die Londoner Zeitungen ­durchblättert, könnte meinen, wir befänden uns in den blutigen Zeiten Heinrichs VIII., jenes wüsten und ­tyrannischen Königs der Frühen Neuzeit, der missliebige Ehefrauen ermorden und Klöster plündern liess: Von einem «Massaker» berichtet die «Daily Mail», während der «Independent» Zeuge eines «Abschlachtens von Männern im Anzug» geworden sein will.

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