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Sarkozy fühlt sich von Burkinis provoziert

Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy sieht in muslimischer Badekleidung eine Unterstützung des radikalen Islam. An den Universitäten möchte er religiöse Symbole verbieten.

Will 2017 wieder Frankreich regieren: Nicolas Sarkozy bei einem Fernsehinterview mit dem Sender TF1. (24. August 2016)
Will 2017 wieder Frankreich regieren: Nicolas Sarkozy bei einem Fernsehinterview mit dem Sender TF1. (24. August 2016)
Michel Euler/AP, Keystone

Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy hat muslimischen Frauen, die am Strand Burkinis tragen, Provokation vorgeworfen. Dadurch werde radikaler Islam unterstützt, sagte er am Mittwoch. «Wir sperren Frauen nicht hinter Stoff ein.» Burkinis sind Badeanzüge, die die Frauen von Kopf bis Fuss bedecken.

Am Montag hatte Sarkozy seine erneute Kandidatur bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr angekündigt. Angesichts der jüngsten Terroranschläge im Land vermuten Beobachter, dass der konservative Politiker mit Blick auf Einwanderung und Sicherheit harte Töne anschlagen wird.

Vorwahlen im November

Zunächst muss er jedoch die Vorwahlen seiner Partei im November gewinnen, wo ihn starke Konkurrenz erwartet. Sarkozy sagte, im Falle eines Siegs werde an allen Universitäten des Landes religiöse Zeichen verbieten.

Ungefähr ein Dutzend Städte haben das Tragen von Burkinis an ihren Stränden verboten und damit zwei nationale Gesetze aus den Jahren 2004 und 2010 mit Bekleidungsvorschriften gedehnt: keine Kopftücher in Klassenzimmern und keine gesichtsverhüllenden Schleier auf Strassen. Das hatte eine Debatte in dem säkularen Land ausgelöst.

SDA/chi

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