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«Russlands Behörden und Medien stiften Verwirrung»

Russland-Korrespondent Julian Hans über die neusten Entwicklungen im Mordfall Nemzow und Parallelen zur Stalin-Zeit.

«Zahlreiche Verletzungen an seinem Körper»: Saur Dadajew in einem Käfig in einem Moskauer Gericht. (8. März 2015)
«Zahlreiche Verletzungen an seinem Körper»: Saur Dadajew in einem Käfig in einem Moskauer Gericht. (8. März 2015)
Ivan Sekretarev, Keystone
«Diese Kugeln gelten uns allen», stand auf einem Banner: Demonstrationszug für Boris Nemzow auf der Brücke über die Moskwa, auf der der Oppositionspolitiker am Freitag kurz vor Mitternacht ermordet worden war. (1. März 2015)
«Diese Kugeln gelten uns allen», stand auf einem Banner: Demonstrationszug für Boris Nemzow auf der Brücke über die Moskwa, auf der der Oppositionspolitiker am Freitag kurz vor Mitternacht ermordet worden war. (1. März 2015)
Denis Tyrin, Keystone
Stimme der Opposition: Boris Nemzow bei einer Kundgebung in Moskau. (2013)
Stimme der Opposition: Boris Nemzow bei einer Kundgebung in Moskau. (2013)
Reuters
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Wo stehen die Ermittlungen im Mordfall Nemzow? Heute ist bekannt geworden, dass der Sonderermittler ein Experte für Verbrechen mit nationalistischem Hintergrund ist. Täter und Hintermänner werden also auch im prorussischen Umfeld im Donbass respektive in Kreisen der Neurusslandideologen und -anhänger gesucht. In offiziellen Stellungnahmen kommen die absurdesten Versionen vor. Verdächtigt werden beispielsweise der Islamische Staat, ausländische Geheimdienste oder der rechte Sektor in der Ukraine. Russlands Behörden und Staatsmedien stiften Verwirrung. Der Föderale Sicherheitsdienst, der für die Bewachung des Präsidenten und der Regierung zuständig ist, hat erklärt, die Überwachungskameras an der Kremlmauer seien alle auf das Gelände des Kreml selbst gerichtet und hätten nichts aufgezeichnet.

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