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Russland kämpft um Bodenschätze in der Arktis

Russland hat seinen Anteil an den Rohstoffvorkommen in der Arktis bekräftigt. Damit setzt sich der engagierte Kampf Moskaus um die Ressourcen der Welt fort.

Flagge setzen als Machtanspruch: Vor drei Jahren setzte Russland am Nordpol ein Zeichen.
Flagge setzen als Machtanspruch: Vor drei Jahren setzte Russland am Nordpol ein Zeichen.
Keystone

Im Rennen um die gewaltigen Rohstoffvorkommen in der Arktis hat Russland seinen Anspruch auf Teile der Ressourcen bekräftigt. Der Kreml werde voraussichtlich 2014 einen Antrag bei der UNO einreichen, dass der Meeresboden eine natürliche Verlängerung des russischen Festlandes sei.

Daraus leitet Moskau das Recht ab, dort Rohstoffe abbauen zu dürfen. Das sagte der Kreml-Beauftragte für die Arktis, Artur Tschilingarow, am Montag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau.

Anspruch auf «Vorratskammer»

«Um die wirtschaftliche Sicherheit Russlands auch in Zukunft zu gewährleisten, müssen wir klarstellen, dass der Festlandsockel uns gehört», sagte Tschilingarow. Russland wolle dazu mit allen Arktis- Anrainerstaaten «konfliktfrei» zusammenarbeiten. «Aber wir haben unsere festen Vorstellungen.»

Der Duma-Abgeordnete Wladimir Grusdew nannte die Arktis eine «Vorratskammer». Wichtig sei, dass niemand den russischen Teil der Vorratskammer beanspruche, sagte Grusdew.

Symbolischer Akt als Machtanspruch

Erst vor kurzem waren ein russischer Atomeisbrecher sowie ein Forschungsschiff in die Arktis ausgelaufen. Bei seiner grössten Expedition dieser Art seit zehn Jahren will Moskau Daten für seinen UNO-Antrag sammeln.

Russland beansprucht einen 1,2 Millionen Quadratkilometer grossen Teil der Arktis einschliesslich des Nordpols. Dies wird damit begründet, dass der Festlandsockel die Fortsetzung der eurasischen Landmasse sei. Vor genau drei Jahren, am 2. August 2007, hatte Russland seine Ansprüche durch das Aufstellen einer Flagge am Nordpol in mehr als 4000 Metern Meerestiefe zementieren wollen.

SDA/mrs

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