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Russland beginnt mit Truppenabzug

Den Worten folgen Taten: Die russischen Truppen haben offenbar damit begonnen, erste Stellungen in Kerngebiet von Georgien zu räumen.

Soldaten haben einen Stützpunkt in der Stadt Ganmuchuri in der Nähe von Abchasien verlassen, wie der Vorsitzende des georgischen Sicherheitsrats, Alexander Lomaia, mitteilte. Ganmuchuri war nach seinen Angaben eine von 24 russischen Stellungen ausserhalb von Abchasien oder Südossetien.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat gestern den Rückzug aller Truppen aus dem georgischen Kernland in Aussicht gestellt. Nach einem Treffen mit dem französischen Staatpräsidenten und EU-Ratsvorsitzenden Nicolas Sarkozy in Moskau stimmte er ausserdem der Entsendung von 200 EU-Beobachtern nach Südossetien zu. Am 15. Oktober sollen in Genf internationale Gespräche über die Sicherheit in Südossetien beginnen.

Russen bleiben in abtrünnigen Republiken

Hingegen sollen die russischen Truppen noch längere Zeit in Abchasien und Südsossetien bleiben, wie Aussenminister Sergej Lawrow am Dienstag in Moskau bekräftigte. Die Truppenpräsenz sei notwendig, um zu verhindern, dass Georgien in diesen Gebieten wieder die Kontrolle übernehme. Russland hat beide Gebiete als unabhängige Staaten anerkannt. Nach Angaben von Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow sollen jeweils 3800 Soldaten in beiden Regionen bleiben - weitaus mehr als vor dem Krieg im August.

AP/bru

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