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«Renzis Chancen, bis 2018 zu regieren, stehen nicht schlecht»

Italiens neuer Ministerpräsident Matteo Renzi weckt grosse Hoffnungen. Ob er wirklich Italiens Retter werden kann, erläutert Roman Maruhn, Politikwissenschaftler in Palermo.

«Wenn wir diese Bewährungsprobe verlieren, wird der Fehler allein auf meiner Seite liegen»: Matteo Renzi, der jüngste Ministerpräsident in Italiens Geschichte.
«Wenn wir diese Bewährungsprobe verlieren, wird der Fehler allein auf meiner Seite liegen»: Matteo Renzi, der jüngste Ministerpräsident in Italiens Geschichte.
Reuters

Italiens neuer Regierungschef Matteo Renzi hat im Parlament den Willen zu radikalen und sofortigen Reformen bekräftigt. Kritiker bemängeln, dass Renzis Ausführungen zu allgemein gewesen seien. Wie beurteilen Sie Renzis Auftritt? Dass Renzi nicht viel Konkretes sagen konnte, ist nicht verwunderlich. Es fehlt noch ein klares, zwischen den Koalitionspartnern abgestimmtes Regierungsprogramm. Renzi hat seine eigenen Vorstellungen von Reformen, diese müssen aber zuerst in seiner Partei und in der Koalition ausgehandelt werden. Bisher ging es Renzi vor allem darum, die Kontrolle über seine Partei zu gewinnen. Jetzt muss er das Amt des Ministerpräsidenten kennenlernen. Die Schwierigkeiten fangen aber erst im Regierungsamt an. Seinen Vorgänger Enrico Letta zu stürzen, war dagegen vergleichsweise leicht.

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