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Radeln gegen die Mafia

Der Römer Bürgermeister Ignazio Marino inszeniert sich gern als Freigeist. Nach der Aushebung eines Mafiarings wird er bedroht.

«Ich denke, wir müssen Normalität vorleben»: Ignazio Marino, der radelnde Bürgermeister von Rom.
«Ich denke, wir müssen Normalität vorleben»: Ignazio Marino, der radelnde Bürgermeister von Rom.
Reuters

Die Vision von Ignazio Marino ist nichts weniger als die Wiederauferstehung Roms, der Ewigen Stadt, die im selbstverursachten Verkehrschaos und Politsumpf versinkt. Im Moment hat der Römer Bürgermeister aber eine andere Herkulesaufgabe zu bewältigen – und die ist sogar lebensgefährlich. Die ohnehin korruptionsanfällige Römer Politik wird von einem Mafiaskandal erschüttert. Der 59-jährige Linkspolitiker, der gern mit dem Velo unterwegs ist, wird bedroht, weil er die Geschäfte der organisierten Kriminalität stört. Dennoch hört er nicht auf den Rat seiner Sicherheitsleute, auf eine polizeieskortierte Limousine umzusteigen. «Ich denke, wir müssen Normalität vorleben», hat Marino die Öffentlichkeit wissen lassen. Beim Velofahren habe er von Bürgern viele aufmunternde Rufe erhalten.

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