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Putin will in der Arktis Stärke markieren

Der Kreml-Chef eröffnet eine neue Konfliktfront: Zusätzliche U-Boote und Sondereinheiten der Grenztruppen sollen Russlands Ansprüche auf die gigantischen Ölvorkommen in der Arktis sichern.

Russland dürfe keinen Deut nachgeben: Putin bei der Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats. (22. April 2014)
Russland dürfe keinen Deut nachgeben: Putin bei der Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats. (22. April 2014)
Kreml, Reuters

Wladimir Putin will Russlands Ansprüche auf die gigantischen Öl- und Gaslagerstätten in der Arktis mit einer noch stärkeren Militärpräsenz untermauern. Die Wassergrenzen des beanspruchten Gebietes müssten noch besser gesichert werden mit U-Booten sowie Sondereinheiten der Grenztruppen.

Das sagte der Kremlchef bei einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats. Russland sieht das Kontinentalschelf am Meeresboden als sein Gebiet an. Ein internationales Verfahren läuft derzeit, auch andere Arktis-Anrainer wie Kanada erheben Ansprüche. Russland dürfe keinen Deut nachgeben, warnte Putin nach Kremlangaben. In der Arktis wird etwa ein Viertel der weltweiten Öl- und Gasvorräte vermutet.

Russland beansprucht 18 Prozent der Arktis

Putin wies zudem die Gründung einer Staatskommission an, die Moskaus Interessen in der Arktis vertreten soll. Hier seien alle Aspekte der nationalen Sicherheit – militärpolitisch, wirtschaftlich, technologisch und ökologisch – betroffen, betonte er.

«Die Öl- und Gasförderanlagen, Terminals und Leitungen müssen verlässlich geschützt werden vor Terroristen und anderen potenziellen Gefahren», sagte Putin. Die Arktis ist nach Kremlangaben der «Schlüssel zur Energiesicherheit von ganz Russland». Demnach beansprucht das grösste Land der Erde 18 Prozent der Arktis für sich.

USA schicken rund 600 Soldaten für Militärübungen nach Osteuropa

Die USA schicken rund 600 Soldaten nach Osteuropa, um an Militärübungen in Polen, Litauen, Lettland und Estland teilzunehmen. Das sagte Pentagonsprecher John Kirby am Dienstag.

Die im italienischen Vicenza stationierten Truppen sollen in Polen und den baltischen Staaten «in den nächsten Monaten und darüber hinaus» an Übungen teilnehmen, sagte Kirby.

Ziel sei eine «andauernde Präsenz». Die je 150 Mann starken Kompanien sollen am (morgigen) Mittwoch in Polen und in den kommenden Tagen im Baltikum eintreffen und nach einem Monat ausgewechselt werden. Grund für die Entscheidung des Pentagon sei auch der andauernde Konflikt in der Ukraine.

SDA/mw

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