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Polizisten nehmen hundert Kreml-Kritiker fest

Russische Sicherheitskräfte haben zwei Oppositionskundgebungen in Moskau und St. Petersburg gewaltsam aufgelöst. Rund hundert Oppositionelle wurden vorläufig festgenommen.

Die Polizei reagiert mit Gewalt: Ein Demonstrationsteilnehmer wird abgeführt.
Die Polizei reagiert mit Gewalt: Ein Demonstrationsteilnehmer wird abgeführt.
Keystone

Auf dem Triumfalnaja-Platz in Moskau hatten sich etwa hundert Regierungskritiker und Menschenrechtsaktivisten versammelt. Sie forderten mit ihrer Aktion das Recht auf Versammlungsfreiheit ein.

Die Demonstranten skandierten Worte wie «Freiheit» und «Schande» oder forderten den Rücktritt der Regierung. 35 Personen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen. Unter ihnen befand sich auch der frühere Vizeregierungschef Boris Nemzow.

In St. Petersburg versammelten sich rund 300 Demonstranten auf dem Newski-Prospekt, von denen rund 60 festgenommen wurden, wie eine AFP-Reporterin berichtete.

An jedem 31. ein Demonstration

Russische Oppositionsgruppen und Menschenrechtsaktivisten organisieren an jedem 31. Tag entsprechend langer Monate Demonstrationen, um an Artikel 31 der russischen Verfassung zu erinnern, der das Recht auf Demonstrationen garantiert.

Die russischen Behörden weigern sich jedoch standhaft, die Kundgebungen zu erlauben, und lösen sie oft gewaltsam auf. Auch dieses Mal hatte das Innenministerium bereits im Vorfeld angekündigt, die Demonstrationen zu verhindern.

Trotzdem hatten Nichtregierungsorganisation dazu aufgerufen, sich dem Druck der Behörden nicht zu beugen. Kremlchef Dmitri Medwedew hat immer wieder eine Demokratisierung des Landes angekündigt. Allerdings vermissen die Kritiker Taten.

SDA/bru

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