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«Opfer der EU sind Demokratie und Freiheit»

Tschechiens Ex-Präsident Vaclav Klaus redet über den Umgang des Westens mit Russland, die Fehler der Europäischen Union und das Heraufziehen des postdemokratischen Zeitalters.

Hansjörg Müller und Dominik Feusi
«Es gibt eine Alternative, das zeigt uns ja die Schweiz.» Der 72-jährige tschechische Wirtschaftswissenschaftler und Ex-Politiker Vaclav Klaus stand dem tschechischen EU-Beitritt von Anfang an kritisch gegenüber.
«Es gibt eine Alternative, das zeigt uns ja die Schweiz.» Der 72-jährige tschechische Wirtschaftswissenschaftler und Ex-Politiker Vaclav Klaus stand dem tschechischen EU-Beitritt von Anfang an kritisch gegenüber.
Tanja Demarmels

Herr Klaus, nach der Annexion der Krim durch Russland wurde der russische Präsident Wladimir Putin verschiedentlich mit Adolf Hitler verglichen, der sich 1938 das tschechoslowakische Sudetenland nahm. Was sagen Sie als Tscheche dazu?

Diesen Vergleich halte ich für vollkommen falsch. Ich bin beileibe kein Anwalt Putins oder Russlands, doch erleben wir heute in Europa und Amerika eine Gehirnwäsche, die absolut bizarr ist. Die Ukraine ist in zwei Hälften gespalten. Westeuropa und die USA haben das Land gezwungen, sich zwischen Ost und West zu entscheiden. Eine solche Richtungsentscheidung zum jetzigen Zeitpunkt musste die Ukraine zerreissen. Ebendies ist nun geschehen.

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