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Österreich spottet über das späte Schweizer Ausstiegsdatum

Politiker in Wien kritisieren, die Schweiz lasse sich zu viel Zeit mit dem Atomausstieg. Österreich selbst ist aber auf importierten Atomstrom angewiesen.

Nie in Betrieb genommen: Das einzige österreichische AKW in Zentendorf bei Wien.
Nie in Betrieb genommen: Das einzige österreichische AKW in Zentendorf bei Wien.
Keystone

Auch wenn Österreichs Parteien einhellig den Schweizer Atomausstieg begrüssten – ein wenig Spott und viel Klischee durften in ihren Jubelmeldungen nicht fehlen. Die Umweltsprecherin der Kanzlerpartei SPÖ, Petra Bayr, kritisierte das späte Ausstiegsdatum um 2034 als «typische Schweizer Gemütlichkeit» und drohte: «Wir werden die Eidgenossen in die Pflicht nehmen und sie an die Tugend der Schweizer Pünktlichkeit erinnern.» Und Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) schlug zwar einen dezenteren Ton an, auf eine (missglückte) Metapher wollte er aber nicht verzichten: Der Glaube an eine Zukunft mit sicherer, nachhaltiger Energie könne «im besten Sinne des Wortes auch Schweizer Berge versetzen».

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