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Neuer Ärger für Angela Merkel

Die Kritik an der Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Südafrika zum WM-Viertelfinale der deutschen Nationalelf nimmt zu. Dies sei in Zeiten des riesigen Sparpakets ein «völlig falsches Signal».

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) forderte von der Kanzlerin, auf die Teilnahme verzichten. «Ein solcher Flug in der momentanen Situation wäre ein völlig falsches Signal», sagte der Präsident des Steuerzahlerbundes, Karl Heinz Däke, der «Passauer Neuen Presse». Diese Reise sei ein Unding.

Däke verwies in dem Bericht auf die Probleme der Bundesregierung und an das geplante Sparpaket. Eine Flugstunde mit einer Regierungsmaschine koste deutlich mehr als 10'000 Euro. «Es kann nicht sein, dass man für den Besuch eines Viertelfinales so mit Steuergeldern umgeht», monierte der BdSt-Präsident.

Einladung abgelehnt

Auch die Grünen sprachen sich aus Kostengründen gegen die Teilnahme am WM-Viertelfinale aus und lehnten eine entsprechende Reise-Einladung Merkels ab. «Wir setzen auf Sieg und nicht auf ein Ausscheiden bereits im Viertelfinale, weshalb wir Ihre Einladung leider ablehnen müssen», heisst es in dem Brief der Vorsitzenden der grünen Bundestagsfraktion, Renate Künast und Jürgen Trittin, aus dem die «Süddeutsche Zeitung» zitiert. Die Nationalmannschaft habe noch das Halbfinale und das Endspiel vor sich.

Merkel hatte am Mittwoch die im Bundestag vertretenen Fraktionen angeschrieben und um die Benennung jeweils eines Parlamentariers gebeten, der sie nach Südafrika begleitet. Die CDU-Vorsitzende fliegt am (heutigen) Freitag nach Südafrika.

dapd/sam

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