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Monti appelliert an die Italiener

Mario Monti hat im Internet sein Programm für eine weitere Amtszeit als Ministerpräsident veröffentlicht. Darin beschreibt er, wie er Italiens angeschlagenen Haushalt retten will - und nimmt das Volk ins Gebet.

Will härter gegen Korruption vorgehen: Mario Monti.
Will härter gegen Korruption vorgehen: Mario Monti.
Keystone

In Italien wirbt der zurückgetretene Ministerpräsident Mario Monti bei der Bevölkerung um Unterstützung für weitere Reformen. Zwei Monate vor der Parlamentswahl veröffentlichte der frühere EU-Kommissar im Internet sein Programm für eine weitere Amtszeit. Er rief die Italiener zu einer Debatte über die Zukunft des hoch verschuldeten Landes auf. Die «Agenda Monti» sieht einen Mix aus Massnahmen zur Haushaltssanierung sowie Strukturreformen vor.

Ab 2015 soll die Verschuldung um jährlich fünf Prozent gesenkt werden. Ziel sei es, den Schuldenstand von derzeit rund 126 auf 60 Prozent der Wirtschaftsleistung zu senken. Zudem will Monti härter gegen Korruption vorgehen und dafür sorgen, dass mehr Frauen sowie vor allem junge Arbeitslose wieder einen Job finden.

Montis Programm könnte prägend sein

Monti hatte sich grundsätzlich bereiterklärt, Italien auch nach den Neuwahlen im Februar aus der Schuldenkrise zu führen. Obwohl es derzeit als unrealistisch gilt, dass Monti erneut den Posten des Regierungschefs erhalten wird, könnte sein Wirtschaftsprogramm die Agenda der nächsten Regierung mitprägen.

Monti ist seit seinem Rücktritt am Freitag nur noch geschäftsführend im Amt. In Umfragen liegt die sozialdemokratisch orientierte Demokratische Partei mit ihrem Spitzenkandidaten Pier Luigi Bersani derzeit weit in Führung. Monti wurde in der Bevölkerung zuletzt immer unbeliebter.

SDA/kpn

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