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Mohammed-Karikaturist macht Zwangsurlaub

Der durch seine Mohammed-Karikaturen bekannt gewordene dänische Zeichner Kurt Westergaard ist von seiner Zeitung «Jyllands Posten» unbefristet beurlaubt worden.

Das Haus des dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard ist eine Festung: Stahltür, Alarmanlage, Polizeipavillon im Garten. Anlass für die Sicherheitsmassnahmen ist der Angriff eines jungen Muslim aus Somalia. Dieser versuchte am Neujahrstag, Westergaard umzubringen.
Das Haus des dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard ist eine Festung: Stahltür, Alarmanlage, Polizeipavillon im Garten. Anlass für die Sicherheitsmassnahmen ist der Angriff eines jungen Muslim aus Somalia. Dieser versuchte am Neujahrstag, Westergaard umzubringen.
Reuters
Die Polizei konnte den Angreifer überwältigen. Nun wird er wegen versuchter Tötung angeklagt.
Die Polizei konnte den Angreifer überwältigen. Nun wird er wegen versuchter Tötung angeklagt.
Reuters
Er hatte 2005 eine Karikatur des Propheten Mohammed mit einer Bombe für die Zeitung «Jyllands-Posten» gezeichnet und damit den Hass von Extremisten auf sich gezogen.
Er hatte 2005 eine Karikatur des Propheten Mohammed mit einer Bombe für die Zeitung «Jyllands-Posten» gezeichnet und damit den Hass von Extremisten auf sich gezogen.
Reuters
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Die Chefredaktion habe sich aus Sicherheitsgründen zu diesem «Zwangsurlaub» entschlossen, sagte Kurt Westergaard. «Ich bin eine zu grosse Last und ein zu hohes Risiko geworden», sagte der 75-Jährige der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Er bedauere die Entscheidung sehr. Er habe noch immer eine «unstillbare Lust» zu arbeiten, werde sich nun aber «widerwillig» damit abfinden müssen, bald in Rente zu gehen.

Anfang Januar war Westergaard in seinem Haus nur knapp einem Mordanschlag durch einen mutmasslichen somalischen Islamisten entgangen.

«Jyllands Posten» hatte im September 2005 zwölf Karikaturen zum Islam veröffentlicht, darunter eine Zeichnung von Westergaard, die den Propheten Mohammed mit einem Turban in Form einer Bombe zeigt. Die muslimische Welt hatte sowohl auf die Verbindung ihrer Religion mit dem Terrorismus als auch auf die Verbildlichung Mohammeds empört reagiert. Es folgte eine Welle des Protests in arabischen Ländern.

(SDA)

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