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Mitten im Feuer

Tschetscheniens Herrscher Ramsan Kadyrow setzt sich zunehmend von Moskau ab. Jetzt geraten Menschenrechtler zwischen die Fronten.

Im Mai feierte Grosny den Sturm des Reichstags 1945 mit einer Attrappe – doch das Verhältnis zum Kreml zeigt Risse. Foto: Keystone
Im Mai feierte Grosny den Sturm des Reichstags 1945 mit einer Attrappe – doch das Verhältnis zum Kreml zeigt Risse. Foto: Keystone

Die Mitarbeiter des Komitees gegen Folter hatten vorgesorgt, aber mit einem Überfall am helllichten Tag hatten sie nicht gerechnet. Mit Hämmern und Eisenstangen zertrümmerten maskierte Männer am Mittwochmorgen zunächst das Auto der Menschenrechtsvertreter. Dann kletterte einer auf den Balkon im zweiten Stock, zerstörte eine Überwachungskamera und goss Farbe durchs Fenster. Als die Angreifer die Stahltür mit Brechstangen und Schneidbrennern nicht aufbekamen, durchbrachen sie schliesslich mit einem Vorschlaghammer die Wand, stürmten das Büro und verwüsteten die Einrichtung. In letzter Minute retteten sich die vier Mitarbeiter mit einem Sprung aus dem Fenster und flüchteten.

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