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Medwedews Ultimatum an Weissrussland

Der russische Energieriese Gasprom fordert von Minsk die Begleichung der Schulden. Sonst drohe eine Gasdrosselung um 85 Prozent.

Droht mit strengen Massnahmen: Der russische Präsident Dmitri Medwedew.
Droht mit strengen Massnahmen: Der russische Präsident Dmitri Medwedew.
Keystone

Gasprom hat Weissrussland mit einer drastischen Drosselung der Gaslieferungen um 85 Prozent gedroht, sollte es seine Schulden nicht begleichen. Dies sei angesichts der ausstehenden weissrussischen Zahlungen von 192 Millionen Dollar entschieden worden, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller laut der Nachrichtenagentur RIA-Nowosti. Ab kommender Woche werde Weissrussland nur noch 15 Prozent der üblichen Gaslieferungen erhalten, wenn es bis dahin nicht gezahlt habe.

Am Dienstag hatte bereits der russische Präsident Dmitri Medwedew Weissrussland ein fünftägiges Ultimatum zur Zahlung seiner Gasschulden gestellt. Sollte der Nachbarstaat bis dahin keinen Vorschlag unterbreitet haben, wie er die Aussenstände in kürzester Zeit begleichen könne, müssten «strenge Massnahmen» ergriffen werden, sagte Medwedew nach einem Treffen mit Miller.

Nicht der erste Streit

Erst im Januar hatten sich Russland und Weissrussland nach monatelangem Streit um den Gaspreis auf einen neuen Liefervertrag geeinigt. Im Januar 2007 hatte der Streit zwischen beiden Ländern zu einem mehrtägigen Lieferstopp geführt, der auch europäische Länder betroffen hatte. Sie erhielten kein russisches Öl mehr durch die Pipeline «Druschba» (Freundschaft), Raffinerien mussten ihre Produktion herunterfahren. Minsk wehrte sich damals vor allem gegen einen von Moskau geforderten Zoll auf das Öl.

SDA/jak

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