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Macht Putin aus Wolgograd wieder Stalingrad?

In einem Referendum sollen die Bewohner von Wolgograd darüber abstimmen können, ob ihre Stadt wieder Stalingrad heissen soll. Zumindest wenn es nach dem Willen des russischen Präsidenten geht.

Steht sie bald in Stalingrad? Die Statue «Mutter Heimat ruft» in Wolgograd. (Archivbild)
Steht sie bald in Stalingrad? Die Statue «Mutter Heimat ruft» in Wolgograd. (Archivbild)

Über den Namen der russischen Stadt Wolgograd, Schauplatz einer der entscheidenden Schlachten im Zweiten Weltkrieg, könnte demnächst in einer Volksabstimmung entschieden werden.

Der russische Präsident Wladimir Putin sagte am Freitag am Rande der D-Day-Feierlichkeiten in der Normandie, es sei möglich, die Entscheidung über die Rückbenennung in Stalingrad in einer öffentlichen Abstimmung treffen zu lassen. Er äusserte sich bei einem Treffen mit russischen Kriegsveteranen, die ebenfalls zu den D-Day-Feierlichkeiten gereist waren. Einer der Veteranen hatte vorgeschlagen, die Stadt, in der Hitlers 6. Armee vernichtend geschlagen wurde, wieder Stalingrad zu nennen.

Die Stadt war 1961 im Zuge der Entstalinisierung in Wolgograd umbenannt worden. Im vergangenen Jahr beschlossen Kommunalpolitiker in der Region, in Erklärungen im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg wieder den Namen Stalingrad zu verwenden. Das ist in Russland wegen der Menschenrechtsverstösse Josef Stalins durchaus umstritten, andererseits gibt es auch Stimmen, die Stalins Herrschaft inzwischen positiv werten.

(AP)

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