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Loveparade: Überwachungsvideos werden ins Netz gestellt

Der Veranstalter der Loveparade in Duisburg will die Überwachungsvideos des Unglücks öffentlich zugänglich machen. Er will damit auf das Fehlverhalten der Polizei verweisen.

Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt: Der Entwurf eines Stahlreliefs des Künstlers Jürgen Meister, das zum Gedenken an die 21 Opfer der Loveparade in der Nähe der Unglücksstelle in Duisburg aufgestellt werden soll. (20. Dezember 10)
Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt: Der Entwurf eines Stahlreliefs des Künstlers Jürgen Meister, das zum Gedenken an die 21 Opfer der Loveparade in der Nähe der Unglücksstelle in Duisburg aufgestellt werden soll. (20. Dezember 10)
Keystone
Am 1. Juni 2011 wurde bekannt, dass sich der Anfangsverdacht bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Duisburg zum Loveparade-Drama bestätigt hat.
Am 1. Juni 2011 wurde bekannt, dass sich der Anfangsverdacht bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Duisburg zum Loveparade-Drama bestätigt hat.
Keystone
Die Polizei war mit 1200 Beamten vor Ort.
Die Polizei war mit 1200 Beamten vor Ort.
Keystone
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«Jeder soll sich selbst ein Bild von den Abläufen machen können», sagte Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller, dem «Spiegel», wie das Magazin am Samstag vorab berichtete. Das Material der insgesamt sieben Überwachungskameras hat demnach eine Länge von 22 Stunden.

Schaller, der auch Gründer der Discount-Fitnesskette McFit ist, will mit den Videos ein Fehlverhalten der Polizei dokumentieren. Sie hätte drei Sperrketten gebildet, als sich am Nachmittag im westlichen und östlichen Teil des Veranstaltungsgeländes die Menschen stauten.

Zwei Ketten seien in den Tunnels und eine auf dem unteren Teil der Zugangsrampe gebildet worden. Diese Ketten seien «vermutlich die Ursache der Katastrophe gewesen», sagte Schaller. Ohne die Sperrketten würden «die Menschen heute noch leben», fügte er hinzu.

Schaller verzichtet auf persönliche Anwesenheit

Wie das Magazin weiter berichtete, wird Schaller bei der nächsten Sitzung des Innenausschusses des nordrhein-westfälischen Landtags zu der Katastrophe, nicht persönlich erscheinen. Er werde Vertreter seiner Veranstalter-Firma Lopavent zu dem Termin am 2. September schicken, sagte Schaller.

Während der Loveparade am 24. Juli war am überfüllten Zugangstunnel zum Duisburger Veranstaltungsgelände eine Massenpanik ausgebrochen. 21 Menschen starben, mehr als 500 wurden verletzt.

AFP/jak

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