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Lebenslange Haft für Londoner Soldatenmörder

Für den Mord an dem britischen Soldaten Lee Rigby ist einer der Haupttäter Michael Adebolajo zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Sein Komplize soll mindestens 45 Jahre hinter Gitter.

Müssen sich vor Gericht verantworten: Gerichtszeichnung von Michael Adebolajo (l.) und Michael Adebowale (Mitte) in der Old Bailey. (29. November 2013)
Müssen sich vor Gericht verantworten: Gerichtszeichnung von Michael Adebolajo (l.) und Michael Adebowale (Mitte) in der Old Bailey. (29. November 2013)
Keystone
Gefängniswagen bringen die beiden Angeklagten zur Old Bailey in London. (29. November 2013)
Gefängniswagen bringen die beiden Angeklagten zur Old Bailey in London. (29. November 2013)
Keystone
War auf dem Weg zurück in die Kaserne von Woolwich: Lee Rigby auf Überwachungsbildern aus der U-Bahn, die am ersten Prozesstag veröffentlicht wurden. (22. Februar 2013)
War auf dem Weg zurück in die Kaserne von Woolwich: Lee Rigby auf Überwachungsbildern aus der U-Bahn, die am ersten Prozesstag veröffentlicht wurden. (22. Februar 2013)
Keystone
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Für den blutrünstigen Mord an dem britischen Soldaten Lee Rigby ist der 29-jährige Islamist Michael Adebolajo zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Sein 22-jähriger Komplize Michael Adebowale soll für mindestens 45 Jahre hinter Gitter. Die beiden waren bereits im Dezember schuldig gesprochen worden, den 25-jährigen Familienvater mit Messern und einem Fleischerbeil auf offener Strasse in London getötet zu haben. Jetzt wurde das Strafmass verkündet.

Im Gerichtssaal kam es zu einem Eklat, weil beide Männer nach einem Handgemenge mit Wachen und «Gott-ist-gross»-Rufen am Boden festgehalten und anschliessend abgeführt wurden, bevor das Gericht seinen Beschluss verlesen konnte. Vor dem Gebäude errichteten Rechtsextremisten Galgen und verlangten die Todesstrafe für die Täter.

«Barbarisch, ekelerregend und unerbittlich»

Richter Nigel Sweeney nannte die Tat der beiden Männer barbarisch, ekelerregend und unerbittlich. Bei Adebolajo gebe es keine Hoffnung auf Besserung. Er soll nie wieder frei kommen. Adebowale hat nach 45 Jahren eine Chance auf Bewährung.

Der grausige Mord hatte vergangenes Jahr weltweit Aufsehen erregt und in Grossbritannien Terrorangst geschürt. Am 22. Mai hatten die Täter Rigby nahe seiner Kaserne im Londoner Stadtteil Woolwich angefahren und ihn anschliessend zu Tode gehackt.

Britische Medien sendeten damals ein am Tatort aufgenommenes Handy-Video, das einen der Täter mit dem Fleischerbeil und einem Schlachtermesser in seinen blutverschmierten Händen zeigte. Er schrie wirre islamistische Parolen und verlangte, «die Soldaten zurückzuholen».

«Soldat Allahs»

Bald wurde bekannt, dass der Extremist Adebolajo bereits im Visier von Terrorfahndern gestanden hatte. Der Brite war nach Medienberichten vom Christentum zum Islam übergetreten und danach immer radikaler geworden. Er hatte versucht, sich der al-Qida-nahen somalischen Al-Shabaab-Miliz anzuschliessen.

Adebolajo hatte die Tötung eingestanden, behauptete aber, es sei kein Mord, weil er als «Soldat Allahs» in einem Heiligen Krieg kämpfe. Er bezeichnete die Tat als Rache für den Tod von Muslimen im Ausland.

SDA/kpn

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