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Kritik an Umfrage-Veröffentlichung am Wahltag

Erstmals wird in Deutschland am Tag der Bundestagswahl eine Umfrage veröffentlicht. Die Publikation so kurz vor den definitiven Ergebnissen sorgt für rote Köpfe bei Politikern – es bestehe akute Verwechslungsgefahr.

Am Sonntag entscheidet sich wer in Deutschland künftig als Kanzler amtet: Wahlplakate von Angela Merkel und Peer Steinbrück.
Am Sonntag entscheidet sich wer in Deutschland künftig als Kanzler amtet: Wahlplakate von Angela Merkel und Peer Steinbrück.
Reuters

Im Endspurt zur deutschen Bundestagswahl wächst die Kritik an immer kurzfristiger vor der Abstimmung veröffentlichten Umfragen. Bundestagspräsident Norbert Lammert sagte der «Rheinischen Post» von heute, Veröffentlichungen von Umfragen am Wahltag selbst sollten sich von selbst verbieten.

Es bestehe die Gefahr einer «Verwechslung von Umfragen und Wahlergebnissen». Schon Befragungen in den Tagen kurz vor der Wahl seien problematisch. «Die täglichen Wasserstandsmeldungen der jeweils neuen Ergebnisse bis zum Wahltag halte ich nicht für eine Errungenschaft», betonte der CDU-Politiker.

Ausgang unklar

In diesem Jahr plant die «Bild am Sonntag» erstmals die Veröffentlichung einer Emnid-Befragung am Wahltag selbst. Eine Debatte über Umfragetermine hatte zuvor schon die Entscheidung des ZDF ausgelöst, erstmals noch am Donnerstag vor der Wahl eine Befragung zu veröffentlichen.

Diesem Politbarometer zufolge liegen die Koalitionsparteien und die im Bundestag vertretene Opposition nahezu gleichauf. So kommen Union und FDP zusammen auf 45,5 Prozent, SPD, Grüne und Linkspartei erreichen zusammen 44,5 Prozent.

Angesichts der statistischen Fehlermargen kann damit keines der Lager derzeit sicher mit einer Mehrheit rechnen. Für die Umfrage interviewte die Forschungsgruppe Wahlen 1369 Wahlberechtigte vom 18. bis zum 19. September.

SDA/wid

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