Zum Hauptinhalt springen

Kritik am Ämterwechsel endet im Gefängnis

Sie hatten nach einer vorübergehenden Festnahme weitere Demonstrationen gegen Putin angekündigt. Dafür müssen in Russland nun zwei prominente Oppositionelle ins Gefängnis.

Hartes Vorgehen gegen Demonstranten: Sicherheitskräfte begleiten den bekannten Oppositionellen Alexej Nawalny in ein Polizeiauto. (9. Mai 2012)
Hartes Vorgehen gegen Demonstranten: Sicherheitskräfte begleiten den bekannten Oppositionellen Alexej Nawalny in ein Polizeiauto. (9. Mai 2012)

Nach ihrer Festnahme bei Protesten gegen die Vereidigung Wladimir Putins zum russischen Präsidenten sind die Oppositionellen Alexej Nawalny und Sergej Udalzow zu jeweils 15 Tagen Haft verurteilt worden.

Über die Urteile berichteten der Anti-Korruptionsaktivist und der Chef der oppositionellen Linksfront heute im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter. Die Begründung für die Urteile lautete auf «Ungehorsam gegenüber Anordnungen der Polizei».

Nach Putins Vereidigung am Montag hatten hunderte Demonstranten die Nacht in einem Protestcamp unweit des Kremls verbracht. Am Dienstagmorgen löste die Polizei das Lager auf und nahm rund zwei Dutzend Demonstranten zunächst vorübergehend fest, darunter auch Nawalny und Udalzow.

Hunderte Verhaftungen seit Sonntag

Als diese jedoch unmittelbar nach ihrer Freilassung weitere Protestaktionen ankündigten, wurden sie zusammen mit weiteren Aktivisten erneut in Gewahrsam genommen. Nach Polizeiangaben gab es seit Sonntag, als tausende Oppositionelle in Moskau demonstrierten, hunderte Festnahmen.

Putin war im März in einem von Betrugsvorwürfen überschatteten Urnengang erneut zum Präsidenten gewählt worden. Er hatte das Amt bereits in den Jahren 2000 bis 2008 inne, durfte dann aber nicht für eine dritte Amtszeit in Folge antreten.

In den vergangenen vier Jahren war er Regierungschef. Das Amt des Präsidenten hatte Dmitri Medwedew inne, den Putin am Dienstag zum neuen Ministerpräsidenten und damit zu seinem eigenen Nachfolger ernannte. Gegen den Ämtertausch gibt es in Russland seit Monaten Massenproteste.

SDA/rbi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch