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Kosovo-Serben wollen sich unabhängig erklären

Die serbische Minderheit im Kosovo will souverän sein. Als erster Schritt steht die Gründung eines «Autonomen Parlaments» an. Die Annäherung Serbiens an die EU ist damit massiv gefährdet.

Wohnt im mehrheitlich serbischen Teil und geht im albanischen Teil zur Schule: Die ethnische Albanerin Rinesa Koshi überquert die Brücke im geteilten Mitrovica. (17. Mai 2013)
Wohnt im mehrheitlich serbischen Teil und geht im albanischen Teil zur Schule: Die ethnische Albanerin Rinesa Koshi überquert die Brücke im geteilten Mitrovica. (17. Mai 2013)
Reuters

Die Kosovo-Serben planen, sich für unabhängig zu erklären. Zu diesem Ziel werde am kommenden Donnerstag ein «Autonomes Parlament» gegründet, berichtete Serbenführer Momcilo Gvozdic der Belgrader Nachrichtenagentur Beta. Der Beschluss sei von allen massgeblichen Parteien der vier serbischen Gemeinden in Nordkosovo am gleichen Tag in Zvecan gefasst worden.

Die Ausrufung einer «Autonomen Provinz» durch die Kosovo-Serben und ihre geplante Angliederung an Serbien bedeutete das Aus für das von der EU vermittelte Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen Serbiens zum fast nur noch von Albanischstämmigen bewohnten Kosovo.

Beitrittsverhandlungen Serbiens gefährdet

Gleichzeitig wäre damit der serbische Wunsch gescheitert, Ende Juni von den EU-Staats- und Regierungschefs grünes Licht für EU-Beitrittsverhandlungen zu erhalten.

Die Gemeindepräsidenten der vier serbischen Gemeinden im Norden Kosovos wollten noch am Freitag mit Politikern der serbischen Regierung in Belgrad zusammenkommen. Dabei will die Regierung einen letzten Anlauf nehmen, ihre Landsleute im Kosovo doch noch umzustimmen.

SDA/rub

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