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Kosovo lässt Prozesse gegen Kriegsverbrecher zu

Das Parlament in Pristina reagiert auf die Anschuldigungen im Bericht des Tessiners Dick Marty: Ein Sondertribunal soll über mutmassliche kosovo-albanische Kriegsverbrecher urteilen.

Ungezählte Opfer des Kosovo-Krieges von 1998/99 wurden in Massengräbern verscharrt: Ein Experte bei einer Stätte in Rudnica, 280 Kilometer südlich von Belgrad. (23. April 2014)
Ungezählte Opfer des Kosovo-Krieges von 1998/99 wurden in Massengräbern verscharrt: Ein Experte bei einer Stätte in Rudnica, 280 Kilometer südlich von Belgrad. (23. April 2014)
AP Photo/Darko Vojinovic
Über dem mutmasslichen Massengrab war das Gebäude eines Strassenunternehmens errichtet worden, das man jetzt abgerissen hat. Die Fachleute vermuten hier mehrere Hundert Leichen.
Über dem mutmasslichen Massengrab war das Gebäude eines Strassenunternehmens errichtet worden, das man jetzt abgerissen hat. Die Fachleute vermuten hier mehrere Hundert Leichen.
AP Photo/Darko Vojinovic
Kosovarische Befreiungsarmee UCK soll laut dem Marty-Bericht auch «albanische Kollaborateure» gekidnappt, gefoltert und möglicherweise in Albanien festgehalten haben.
Kosovarische Befreiungsarmee UCK soll laut dem Marty-Bericht auch «albanische Kollaborateure» gekidnappt, gefoltert und möglicherweise in Albanien festgehalten haben.
Hazir Reka, Reuters
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Unter strengen Sicherheitsmassnahmen und in Anwesenheit von mehreren westlichen Diplomaten hat das kosovarische Parlament heute im Eilverfahren beschlossen, ein internationales Sondertribunal zu gründen, um mutmassliche Kriegsverbrechen der kosovo-albanischen Seite juristisch zu verfolgen. Das Gericht mit Doppelsitz in der Hauptstadt Pristina und vermutlich in Den Haag könnte bis Ende Jahr seine Arbeit aufnehmen.

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