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Konvention gegen Quecksilber verabschiedet

Ein neues internationales Abkommen schränkt die Verwendung von Quecksilber in der Industrie ein. Massgeblich daran beteiligt war die Schweiz.

Das Abkommen soll die hochgiftigen Emissionen weltweit senken: UNEP-Direktor Achim Steiner an einer Pressekonferenz im Vorfeld der Verhandlungen. (10. Januar 2013)
Das Abkommen soll die hochgiftigen Emissionen weltweit senken: UNEP-Direktor Achim Steiner an einer Pressekonferenz im Vorfeld der Verhandlungen. (10. Januar 2013)
AFP

In Genf ist nach einwöchigen Verhandlungen eine Quecksilberkonvention verabschiedet worden. Die Schweizer Delegation sprach von einem Erfolg im Bestreben, den Umgang mit den umweltschädlichsten Substanzen weltweit zu regeln.

Die Konvention sei von den rund 140 teilnehmenden Staaten verabschiedet worden, teilte das Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) in einem Communiqué mit.

Quecksilber in den Ozeanen verdoppelt

Quecksilber wird in der Produktion von Thermometern, Schaltern und Glühbirnen, aber auch in Zahnfüllungen und Gesichtscremes verwendet. Zudem werden grosse Mengen des gesundheitsschädlichen Metalls bei gewissen Formen der Goldgewinnung, der Kohleverbrennung und der Zementproduktion freigesetzt.

Eine schwere Vergiftung mit Quecksilber beschädigt das Immunsystem und kann zu psychischen Störungen, dem Verlust von Zähnen und Problemen bei der Verdauung, dem Herzen und der Atmung führen. Ausserdem kann es die Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems schädigen und stellt eine ernste Gefahr für Föten und Kleinkinder dar. Nach UNO-Angaben hat sich der Quecksilber-Anteil in den vergangenen hundert Jahren durch menschlich verursachte Emissionen in den oberen hundert Metern der Ozeane verdoppelt.

sda/AFP/mw

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