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Klimagipfel hat neue Verhandlungsgrundlage

Die Unterhändler in Paris haben sich auf einen ersten Entwurf für ein Klimaabkommen geeinigt. Prominente sollen Schwung in die Verhandlungen bringen.

Spricht an der Weltklimakonferenz: Schauspieler Sean Penn. (5. Dezember 2015)
Spricht an der Weltklimakonferenz: Schauspieler Sean Penn. (5. Dezember 2015)
Christophe Petit Tesson, Keystone

Die Unterhändler auf der Pariser UNO-Weltklimakonferenz haben sich auf eine neue Verhandlungsgrundlage verständigt. Vertreter der 196 Verhandlungspartner akzeptierten den überarbeiteten Text als Basis für die am Montag beginnenden Gespräche auf Ministerebene. Über den Vertragsentwurf war zunächst auf Expertenebene verhandelt worden.

Damit gebe es nun eine «neue Grundlage» für die zweite Verhandlungswoche, die von «allen akzeptiert» werde, sagte Frankreichs Unterhändlerin Laurence Tubiana vor den Delegierten. Das Ziel ist, bis Freitag kommender Woche ein weltweites Klimaschutzabkommen zu beschliessen, um die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen.

Gekürzter Entwurf

Umstritten sind nach wie vor finanzielle Fragen wie die Beteiligung der Industrieländer an klimabedingten Schäden und Klimaschutzmassnahmen in den Entwicklungsländern. Gestritten wird auch über den Überprüfungsprozess für die von den einzelnen Staaten vorgelegten Angebote zur Emissionsminderung. Diese reichen bisher ohnehin nicht aus, um die Erderwärmung wie angestrebt auf zwei Grad zu begrenzen.

Der eigentliche Vertragsentwurf ist auf etwa 20 Seiten gekürzt worden, mit ergänzenden Textpassagen und Bedenken einzelner Staaten umfasst das Dokument aber weiterhin fast 50 Seiten.

Sean Penn zum Schutz der Wälder

Um den Verhandlungen zusätzlichen Schwung zu geben, reisten auch weitere Prominente nach Paris. Nachdem am Freitag bereits Oscar-Preisträger Robert Redford und Schauspieler Leonardo di Caprio an einem Bürgermeistertreffen im Pariser Rathaus teilgenommen hatten, kam am Samstag unter anderem Hollywood-Star Sean Penn. Er äusserte sich bei der Klimakonferenz zum Schutz der Wälder.

Insgesamt wollen sich bei einem sogenannten Aktionstag rund 50 Prominente für den Klimaschutz stark machen, darunter auch der US-Milliardär Michael Bloomberg und der chinesische Internet-Tycoon Jack Ma. Frankreichs Präsident François Hollande empfängt zudem den früheren US-Vize-Präsidenten Al Gore, der 2007 zusammen mit dem Weltklimarat den Friedensnobelpreis erhalten hatte.

sda/afp/mlr

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