Zum Hauptinhalt springen

Klage gegen Bashkirian Airlines aussichtslos

Das Landgericht Konstanz hat die Klage der Haftpflichtversicherung der Schweizer Flugsicherung Skyguide gegen die Bashkirian Airlines abgewiesen.

Das Gericht begründete die Klageabweisung mit fehlenden Gegenseitigkeits-Verträgen. Das Fehlen dieser Verträge mache es aussichtslos, deutsche Urteile in Russland durchsetzen zu wollen. Die Versicherung wollte in diesem Zivilprozess um den Flugzeugabsturz von Überlingen 2002 Geld zurück, das sie für die getöteten DHL-Piloten bezahlt hatte.

Bei dem Zusammenstoss eines Flugzeugs der russischen Bashkirian Airlines mit einem DHL-Frachtflugzeug starben vor über sechs Jahren 71 Personen. In dem heute beendeten Prozess ging es vor allem um die Klärung von Verfahrensfragen.

Die Bashkirian Airlines durchlaufen seit Februar 2007 ein Insolvenzverfahren nach russischem Recht. Forderungen müssten deshalb gegenüber dem Rechtsnachfolger der Fluggesellschaft geltend gemacht werden.

Die Haftpflichtversicherung von Skyguide hat 2004 Versicherungsgelder an die Hinterbliebenen der DHL-Piloten ausbezahlt, weil Skyguide ein massgeblicher Anteil der Schuld an dem Zusammenstoss zugeschrieben wird.

Ausserdem hat sie Schäden beglichen, die am Boden durch Flugzeugtrümmer entstanden waren. Davon wollte sie 2,5 Mio. Euro - etwa 4,2 Mio. Franken - von den Bashkirian Airlines zurück.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch