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Juncker hofft auf «endgültige» Lösung für Griechenland

Eurogruppen-Chef Juncker gibt sich vor dem heutigen Krisentreffen in Athen zuversichtlich.Einen Schuldenschnitt für öffentliche Gläubiger soll es vorerst nicht geben.

Es ginge darum, eine konsistente Strategie zu entwickeln. (20. November 2012)
Es ginge darum, eine konsistente Strategie zu entwickeln. (20. November 2012)
AFP

Die internationalen Geldgeber wollen mit einem neuen Griechenland-Paket die Rettung des Krisenlandes dauerhaft absichern. Die Euro-Kassenhüter verhandelten am Dienstagabend in Brüssel mit IWF-Chefin Christine Lagarde über die Schliessung einer Finanzlücke von mindestens 13,5 Milliarden Euro.

Neue Kompromisse der Geldgeber sind dringend nötig, weil das rezessionsgeschüttelte Land zwei Jahre mehr – also bis 2016 – zum Sparen erhalten wird. In Athen wächst die Zuversicht, dass Hilfsmilliarden in den nächsten Wochen eintreffen werden.

Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker zeigte sich zum Auftakt des Sondertreffens zuversichtlich. «Klar ist, dass Griechenland geliefert hat. Wir werden uns über Details verständigen müssen.» Mehrere Ressortchefs erwarteten lange Verhandlungen.

Schuldenschnitt soll es nicht geben

Der französische Finanzminister Pierre Moscovici sagte: «Ich habe den Eindruck, dass eine politische Vereinbarung in Reichweite ist. Es ist unsere Pflicht, alles zu unternehmen.» Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble meinte, es sei «noch ein bisschen Arbeit zu leisten».

Zum Stopfen des Finanzlochs werden laut Österreichs Ressortchefin Maria Fekter kreative Lösungen debattiert. Dazu gehören billigere Kredite und längere Laufzeiten. «Ich habe eine Präferenz: Kein frisches Geld», sagte Fekter. «Es wird ein Paket geben, um die Lücke zu schliessen.»

Einen Schuldenschnitt für öffentliche Gläubiger soll es zunächst nicht geben. Experten gehen aber davon aus, dass dieser Schritt angesichts des gewaltigen griechischen Schuldenbergs von fast 190 Prozent der Wirtschaftsleistung (2014) auf Dauer unvermeidbar ist.

Juncker sagte, «fast alle Elemente» des Berichts der internationalen Geldgeber von EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (»Troika») lägen vor. Die «Troika» hatte für das Ministertreffen in der vergangenen Woche zwar den lange erwarteten Bericht vorlegt, doch wichtige Passagen wie die zur Schuldentragfähigkeit fehlten.

SDA/ses

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