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Janez Jansa erhält Rückendeckung seiner Partei

210'000 Euro auf dem Bankkonto und keine plausible Erklärung: Der slowenische Regierungschef steht unter Druck, erhielt aber von seiner Partei das Vertrauen. Ausgestanden ist die Affäre aber noch lange nicht.

Machen seit Wochen Druck auf Janez Jansa: Demonstranten in Ljubljana. (Archivbild)
Machen seit Wochen Druck auf Janez Jansa: Demonstranten in Ljubljana. (Archivbild)
Reuters

Der slowenische Regierungschef Janez Jansa hat in der Korruptionsaffäre Rückendeckung seiner Partei SDS erhalten. Die Parteispitze habe Jansa gestern Abend in Ljubljana fast einstimmig das Vertrauen ausgesprochen, berichtete die Nachrichtenagentur STA.

Jansa war von der Antikorruptionsbehörde beschuldigt worden, die Herkunft von 210'000 Euro auf seinem Privatkonto nicht erklären zu können. Mit dem Rückhalt der grössten Regierungspartei ist die Regierungskrise aber noch nicht ausgestanden, weil auch wichtige Koalitionspartner von Jansa den Rücktritt verlangt hatten.

Zehntausende auf der Strasse

Parlamentspräsident Gegor Virant und Aussenminister Karl Erjavec, deren Parteien Juniorpartner der Mitte-Rechts-Regierung von Jansa sind, drängen ebenfalls darauf, dass der Regierungschef sein Amt abgibt. Unklar blieb, ob es im Parlament ein Misstrauensvotum geben wird.

In den vergangenen Wochen waren Zehntausende Bürger gegen unfähige und korrupte Politiker auf die Strasse gegangen. Die staatliche Antikorruptionsbehörde hatte neben Jansa auch den Oppositionsführer und Bürgermeister der Hauptstadt Ljubljana, Zoran Jankovic, beschuldigt, zweifelhafte 2,4 Millionen Euro Einnahmen auf seinem Privatkonto verbucht zu haben.

Sofortige Rücktritte verlangt

Jansa und Jankovic hatten alle Vorwürfe zurückgewiesen. Die Nichtregierungsorganisation Transparency International hatte gestern von beiden Politikern den sofortigen Rücktritt verlangt.

SDA/chk

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