Zum Hauptinhalt springen

Islamisten planten Attentat mit Modellfliegern

Zwei Tunesier sollen in Deutschland und Belgien Sprengstoffanschläge geplant haben. Eine Polizeirazzia durchkreuzte diese Pläne.

Razzia im Wohnkomplex: Die Polizei führt einen Verdächtigen in Baden-Württemberg ab. (25. Juni 2013) Bild: Keystone
Razzia im Wohnkomplex: Die Polizei führt einen Verdächtigen in Baden-Württemberg ab. (25. Juni 2013) Bild: Keystone

Die deutschen Ermittlungsbehörden haben womöglich frühzeitig Pläne für islamistisch motivierte Terroranschläge unterbunden, die mithilfe ferngesteuerter Modellflugzeuge verübt werden sollten. Bei einer Razzia in drei Bundesländern und in Belgien ging es nach Angaben der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe heute auch um Vorbereitungen solcher Anschläge durch zwei Männer tunesischer Herkunft. Festgenommen wurde aber zunächst niemand.

Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, durchsuchten etwa neunzig Polizisten neun Räumlichkeiten im Grossraum Stuttgart, im Grossraum München, in Sachsen sowie in Belgien. Anlass seien Ermittlungen der Bundesanwaltschaft und der Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und der Geldwäsche.

Verdacht auf Geldwäsche

Im Grossraum Stuttgart und in Belgien richtete sich die Razzia gegen die beiden terrorverdächtigen Tunesier. Diese sollen sich nach Angaben der Ermittler gezielt Informationen und Gegenstände beschafft haben, um radikal-islamistisch motivierte Sprengstoffanschläge mit ferngesteuerten Modellflugzeugen begehen zu können. Wo die Männer die Anschläge geplant haben sollen und warum keine Festnahmen vollzogen wurden, teilten die Ermittler nicht mit.

Im Zusammenhang mit den beiden Männern seien die Wohnungen von vier ihrer Kontaktpersonen durchsucht worden. Gegen diese laufen demnach in Stuttgart gesonderte Ermittlungen wegen des Verdachts, dass sie den sogenannten islamischen heiligen Krieg finanzieren wollten. Darüber hinaus bestehe gegen einen fünften Verdächtigen aus dem Umfeld der Beschuldigten der Verdacht der Geldwäsche. Auch gegen diesen läuft demnach ein gesondertes Ermittlungsverfahren.

Ziel der Razzia war nach Angaben der Ermittler, Beweismittel für etwaige Anschlagspläne und -vorbereitungen zu gewinnen sowie Erkenntnisse über die Finanzierungswege des radikal-islamistischen Terrorismus zu erlangen.

Nach Informationen des SWR studieren mehrere der Verdächtigen in Stuttgart, darunter das Fach Luft- und Raumfahrttechnik. Sie hätten im Rahmen ihres Studiums Praktika und Übungen gemacht, die leicht missbraucht werden könnten. Darunter seien Methoden gewesen, Modellflugzeuge mittels GPS bestimmte Routen fliegen zu lassen.

ran/ul

AFP/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch