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«Irland kommt ohne EU-Hilfen zurecht»

Irland kann seine Finanzprobleme nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) auch ohne fremde Hilfe in den Griff bekommen. Bislang sei kein Hilfsersuchen beim IWF eingegangen.

«Derzeit läuft alles ganz normal»: IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn.
«Derzeit läuft alles ganz normal»: IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn.
Keystone

«Ich denke, Irland kann ganz gut alleine zurechtkommen», sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn am Samstag am Rande des Asien-Pazifik-Gipfels im japanischen Yokohama. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn sagte im finnischen Radio: «Wir sind bereit und behalten die Lage in enger Zusammenarbeit mit den irischen Behörden im Auge». Die Finanzminister der Euro-Zone, die Eurogruppe, würden bei einem Treffen am Dienstag über Irland beraten.

IWF-Chef Strauss-Kahn sagte weiter, der Fonds stünde zwar bereit, sollte das hoch verschuldete Land Hilfe benötigen. Derzeit laufe aber alles ganz normal. Die Situation in Irland sei anders als die im ebenfalls schuldengeplagten Griechenland, das sich Anfang April unter einen Schutzschirm von EU und IWF geflüchtet hatte.

«Alle Regierungen müssen mehr sparen»

EZB-Chef Jean-Claude Trichet lehnte am Samstag eine Stellungnahme zu Irland ab. Am Rande einer Konferenz in Deutschland betonte er, alle Regierungen müssten ihre Sparbemühungen verstärken.

Aus Regierungskreisen in mehreren Euro-Ländern war am Freitag verlautet, dass Irland Gespräche mit der EU über Finanzhilfen aufgenommen habe. Die irische Regierung erklärte allerdings, dass sie keinen Antrag auf EU-Nothilfen gestellt habe. Spekulationen über einen irischen Hilfsantrag hatten auch an den Finanzmärkten Unruhe ausgelöst.

SDA/pbe

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