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«In Berlin wirds eine weitere Klatsche geben»

Nach dem Debakel in Mecklenburg-Vorpommern hat Kanzlerin Merkel neuen Ärger. Kommt sie nun der CSU entgegen? Einschätzungen am Tag danach von Korrespondent Dominique Eigenmann.

Weit weg von deutschen Wahlturbulenzen: Angela Merkel ist derzeit am G-20-Gipfel in Hangzhou (China).
Weit weg von deutschen Wahlturbulenzen: Angela Merkel ist derzeit am G-20-Gipfel in Hangzhou (China).
AFP

Die Vizevorsitzende der AfD, Beatrix von Storch, hat das Ergebnis der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern als «Anfang vom Ende der Ära Merkel» gewertet. Inwiefern geht diese Prognose über das Wunschdenken der AfD hinaus?

Diesen Satz hört man nun seit bald einem Jahr – und irgendwann wird er bestimmt einmal wahr. Im letzten Oktober wurde erstmals so gesprochen, als man feststellte, dass viel mehr Flüchtlinge als gedacht nach Deutschland gekommen waren und dass der deutsche Staat die Kontrolle über den Flüchtlingsandrang verloren hatte. Und nach jedem neuen Wahlerfolg wiederholen AfD-Politiker ihn. Ich wage aber zu bezweifeln, dass ausgerechnet die Wahl im wenig bedeutenden Mecklenburg-Vorpommern im Rückblick als der Anfang vom Ende der Merkel-Ära gelten wird. Merkel wird ziemlich sicher erneut als Kanzlerkandidatin antreten. Einerseits will sie nicht aufhören, weil sie sich in der Pflicht sieht, andererseits hat die CDU keine Alternative. Wie es dann bei den Bundestagswahlen im Herbst 2017 herauskommen wird, ist eine andere Frage.

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