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Hunderttausende kämpfen gegen das Feuer

In den Wäldern Russlands tobt die schlimmste Naturkatastrophe seit Jahrzehnten. Jetzt hat Regierungschef Wladimir Putin sämtliche Gouverneure zur Krisensitzung berufen.

Ein russischer Soldat kämpft verzweifelt gegen die Feuersbrunst, 13. August in der Nähe der Stadt Shatura.
Ein russischer Soldat kämpft verzweifelt gegen die Feuersbrunst, 13. August in der Nähe der Stadt Shatura.
Keystone
Hilfe aus Washington: Eine US-Militärmaschine landet in Moskau.
Hilfe aus Washington: Eine US-Militärmaschine landet in Moskau.
Reuters
In der Region Ryaza: Ein Mann sucht nach dem Feuer in der Ortschaft Pereldetsi nach Kartoffeln.
In der Region Ryaza: Ein Mann sucht nach dem Feuer in der Ortschaft Pereldetsi nach Kartoffeln.
Keystone
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In den Wäldern Russlands kämpfen Hunderttausende Einsatzkräfte gegen die verheerenden Wald- und Torfbrände in weiten Teilen des Landes. Gegenwärtig gebe es 7000 Brände unterschiedlicher Grösse, sagte der Leiter des nationalen Krisenzentrums, Wladimir Stepanow, am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax. Am Vortag gingen die Behörden noch von rund 770 Bränden aus.

Die Zahl der Toten stieg mittlerweile auf mindestens 34 an. Helfer zogen am Montag in der am stärksten betroffenen Region Nischni Nowgorod fünf Leichen aus den Trümmern eines niedergebrannten Hauses. Hunderte Menschen wurden bei den Bränden verletzt. Tausende Bewohner verloren ihr Hab und Gut. Ganze Dörfer sind in Schutt und Asche gelegt.

Brandstifter festgenommen

Nach Darstellung des Leiters des nationalen Krisenzentrums, Wladimir Stepanow, brennen rund 5000 Quadratkilometer Fläche. Betroffen seien auch Biosphärenreservate – wie etwa in Rjasan, rund 200 Kilometer südöstlich von Moskau.

Die Behörden meldeten erste Festnahmen von Brandstiftern und Plünderern, die versucht hätten, sich an der Katastrophe zu bereichern.

Krisensitzung in Moskau

Der russische Regierungschef Wladimir Putin rief die Gouverneure der betroffenen Regionen für diesen Montag zu einer Krisensitzung nach Moskau zusammen. Bei Moskau und Nischni Nowgorod begannen Soldaten damit, Rohrleitungen zu verlegen, um Wasser in die Brandherde zu pumpen.

Auch die Moskauer Innenstadt war durch den Brandrauch in einen dichten Nebel gehüllt. Russland erlebt derzeit eine Hitze und Trockenheit wie seit mehr als 130 Jahren nicht mehr.

Die Temperaturen in der russischen Hauptstadt sollen bis Ende der Woche auf mehr als 40 Grad Celsius steigen, sagten Meteorologen. Die Dürre hat bereits auch grosse Teile der Ernte vernichtet. Die Schäden gehen nach Schätzungen in die Milliarden.

SDA/oku

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