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Hunderte protestieren gegen Festnahme von Sinn-Fein-Chef

Der irische Politiker Gerry Adams soll als IRA-Aktivist am Mord einer zehnfachen Mutter beteiligt gewesen sein. Er wurde festgenommen. In Belfast protestierten gut 400 Menschen für seine Freilassun.g

Politiker in Haft: Ein irischer Junge bei den Protesten. (3. Mai 2014)
Politiker in Haft: Ein irischer Junge bei den Protesten. (3. Mai 2014)

Hunderte Menschen haben im nordirischen Belfast gegen die Festnahme von Sinn-Fein-Chef Gerry Adams im Zusammenhang mit einem 40 Jahre zurückliegenden Mordfall demonstriert. Gut 400 Menschen versammelten sich am Nachmittag, um die Freilassung des 65-jährigen Politikers zu fordern. «Verteidigt den Friedensprozess, lasst Gerry Adams frei», hiess es auf Plakaten der Demonstranten, auf denen Adams zusammen mit der südafrikanischen Freiheitsikone Nelson Mandela zu sehen war.

Adams war am Mittwochabend freiwillig bei der Polizei erschienen und dann zur Befragung festgenommen worden. Am Freitag wurde die Haft bis Sonntag verlängert. Die Sinn-Fein-Führung hatte von einer «politisch motivierten» Festnahme drei Wochen vor den Kommunalwahlen und der zeitgleich stattfindenden Europawahl gesprochen.

Die Nordirin und zehnfache Mutter Jean McConville war 1972 entführt und von der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) umgebracht worden. Diese hatte sie fälschlicherweise der Weitergabe von Informationen an britische Stellen bezichtigt. Ihr Leichnam wurde erst 2003 gefunden. Adams Partei Sinn Fein gilt als politischer Arm der IRA, die drei Jahrzehnte lang gewaltsam für den Anschluss Nordirlands an die mehrheitlich katholische Republik Irland kämpfte, bevor sie 2005 offiziell der Gewalt abschwor.

AFP/kle

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