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Guttenberg debattiert vor prominenten Reihen

Karl-Theodor zu Guttenberg ist zurück: In Kanada diskutiere der wegen eines Plagiatsskandals zurückgetretene Verteidigungsminister an einer Konferenz – umringt von Politpersönlichkeiten aus aller Welt.

Zurück auf der öffentlichen Bühne: Der deutsch Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bei einer Konferenz in Kanada.
Zurück auf der öffentlichen Bühne: Der deutsch Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bei einer Konferenz in Kanada.
Keystone

Der wegen eines Plagiatsskandals zurückgetretene deutsche Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist bei einer sicherheitspolitischen Konferenz in Kanada auf die öffentliche Bühne zurückgekehrt.

Guttenberg diskutierte heute auf dem Internationalen Sicherheitsforum in Halifax mit dem Vorsitzenden der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, James Hoge, über mögliche Auswirkungen der wirtschaftlichen Turbulenzen in Europa und den USA auf die weltweite Sicherheitslage.

John McCain und Leon Panetta

Bei der bis Sonntag dauernden Konferenz sind neben Wissenschaftlern und Militärs ranghohe Politiker aus aller Welt vertreten, darunter US-Verteidigungsminister Leon Panetta und sein israelischer Kollege Ehud Barak. Auch der US-Senator und frühere Präsidentschaftsbewerber John McCain steht auf der Rednerliste.

Guttenberg nimmt als «Distinguished Statesman» (»herausragender Staatsmann») des Center for Strategic and International Studies (CSIS) an der Veranstaltung teil. Das renommierte Politik-Institut in Washington hatte Ende September mitgeteilt, Guttenberg die ehrenamtliche Funktion zu übertragen.

Transatlantische Dialoginitiative

Der Ex-Minister soll an der Denkfabrik eine transatlantische Dialoginitiative leiten, bei der Meinungsführer und Politiker aus Europa und den USA über Wirtschafts- und Sicherheitsfragen diskutieren. Das Institut hatte seine Entscheidung mit Guttenbergs Leistungen bei der Reform der Bundeswehr und mit seinem langjährigen Einsatz für die transatlantischen Beziehungen begründet.

Guttenberg war am 1. März wegen der Plagiatsaffäre um nicht gekennzeichnete Zitate in seiner Doktorarbeit von seinem Amt als Verteidigungsminister zurückgetreten. Der CSU-Politiker hatte die Vorwürfe zunächst als absurd zurückgewiesen. Später sah die Universität in Bayreuth eine vorsätzliche Täuschung als erwiesen an und erkannte ihm den Doktortitel ab. Im Sommer zog Guttenbergs Familie in die USA um.

SDA/wid

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