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Grossbritannien rüstet auf – mit einer Cyber-Armee

400'000 Onlineattacken zählte die britische Regierung gegen ihr Netz 2012. Mit einem Cyber-Heer aus Hunderten von Experten setzt sich das Vereinigte Königreich nun zur Wehr – auch bereit für einen Gegenschlag.

Grossbritannien setzt sich gegen Cyber-Attacken zur Wehr: Ein Hacker auf der Suche nach dem Passwort. (Archivbild)
Grossbritannien setzt sich gegen Cyber-Attacken zur Wehr: Ein Hacker auf der Suche nach dem Passwort. (Archivbild)
Reuters

Grossbritannien will eine Cyber-Armee aufbauen und dazu Hunderte Experten einstellen. Mit dieser Armee sollten die heimischen Computernetze gegen Angreifer geschützt werden, sagte Verteidigungsminister Philip Hammond am Sonntag.

«Aber es reicht nicht, nur eine Verteidigung aufzubauen: Wie in anderen Bereichen der Kriegsführung auch ist hier Abschreckung wichtig. Grossbritannien wird eigens dafür Kapazitäten für einen Gegenschlag im Netz und falls nötig einen eigenen Cyber-Angriff aufbauen.» Dazu sollten Hunderte Fachleute in den kommenden Monaten für eine «Cyber-Reserve» rekrutiert werden.

Allein im vergangenen Jahr seien 400'000 Angriffe gegen das Regierungsnetz abgeblockt worden, sagte der Verteidigungsminister. Regierungskreisen zufolge werden die Angriffe vor allem aus China und Russland gesteuert.

In einem Interview der «Mail on Sunday» sprach Hammond von «klinischen Cyber-Schlägen», mit denen feindliche Telekommunikationsnetze, nukleare und chemische Waffen, Flugzeuge, Schiffe und anderes stillgelegt werden könnten. «In künftigen Konflikten können unsere Kommandeure Cyber-Waffen neben konventionellen Waffen einsetzen», sagte er dem Blatt.

SDA/chk

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