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Granaten explodieren vor türkischem Justizministerium

Vor dem türkischen Justizministerium und fast gleichzeitig vor dem Hauptsitz der Regierungspartei AKP explodierten mehrere Granaten. «Zurzeit ist mit Sabotageakten zu rechnen», sagte der Justizminister.

Wurde mit Granatwerfern angegriffen: AKP-Zentrale in Ankara. (19. März 2013)
Wurde mit Granatwerfern angegriffen: AKP-Zentrale in Ankara. (19. März 2013)
Reuters

In der türkischen Hauptstadt Ankara sind gestern Abend zwei Anschläge auf den Sitz der Regierungspartei AKP und das Justizministerium verübt worden. Nach Angaben von Justizminister Sadullah Ergin wurde dabei die Frau eines Angestellten leicht verletzt.

Laut dem Minister explodierten kurz vor 21 Uhr vor dem Eingang des Nebengebäudes seines Ministeriums zwei Granaten. Etwa zur gleichen Zeit sei die AKP-Zentrale Ziel eines Granatenanschlags geworden.

Über mögliche Drahtzieher äusserte sich Ergin zunächst nicht. Er sagte lediglich, das Land befinde sich in einer «wichtigen Phase», deshalb sei mit Sabotageakten zu rechnen.

Zum einen will der kurdische Rebellenchef Abdullah Öcalan seine PKK am Donnerstag zu einem einseitigen Waffenstillstand aufrufen und so den Weg für ein Ende des jahrzehntelangen Konflikts ebnen, bei dem in der Türkei mehr als 40'000 Menschen getötet wurden.

Zum anderen gehen die Massenprozesse gegen Armeeangehörige wegen angeblicher Putschpläne gegen die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan weiter. Am Montag hatte ein Staatsanwalt in Istanbul lebenslange Haftstrafen für 64 Angeklagte gefordert, darunter zehn ehemalige und aktive Generäle.

SDA/chk

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