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Getötete Journalisten nach Paris gebracht

Die Kriegsreporter Marie Colvin und Rémi Ochlik kamen bei einem Bombardement in Homs um. Das Rote Kreuz hat die sterblichen Überreste der beiden geborgen und nach Frankreich geflogen.

Leiche geborgen: Mitarbeiter des Roten Kreuzes mit dem Sarg von Marie Colvin in Syrien. (3.März 2012)
Leiche geborgen: Mitarbeiter des Roten Kreuzes mit dem Sarg von Marie Colvin in Syrien. (3.März 2012)
AFP

Die Leichen der beiden westlichen Journalisten, die vergangene Woche in der umkämpften syrischen Rebellenhochburg Homs getötet worden waren, sind nach Paris ausgeflogen worden. Ein Flugzeug der Air France traf heute Morgen mit den Leichen der US-Reporterin Marie Colvin und des französischen Fotografen Rémi Ochlik aus Damaskus in der französischen Hauptstadt ein. Das Rote Kreuz hatte sie am Freitag aus Homs geborgen.

Aus Flughafenkreisen war zu erfahren, dass die Familie des 28-jährigen Ochlik seine Leiche in Empfang nehmen werde. Von der britischen Zeitung «Sunday Times», für die Colvin gearbeitet hatte, war zu erfahren, dass ihre Leiche am Montag oder Dienstag in die USA gebracht werden sollte. Der französische Botschafter in Damaskus, Eric Chevallier, hatte der Nachrichtenagentur AFP am frühen Sonntagmorgen gesagt, dass die beiden Leichen Damaskus an Bord einer Maschine der Air France in Richtung Paris verlassen hätten.

Bouvier und Daniels zurück in Frankreich

Die Journalisten waren am 22. Februar im umkämpften Stadtviertel Baba Amr beim Bombardement eines improvisierten Pressezentrums getötet worden. Die französischen Journalisten Edith Bouvier und William Daniels sowie der britische Fotograf Paul Conroy wurden bei dem Beschuss verletzt. Bouvier und Daniels konnten am Freitagabend nach Frankreich zurückkehren, indessen es Conroy gemeinsam mit dem spanischen Reporter Javier Espinosa gelang, über die Grenze in den Libanon zu fliehen.

Die Leichen von Ochlik und Colvin waren am Freitag vom Roten Kreuz nach Damaskus gebracht worden und Vertretern der französischen und polnischen Botschaft übergeben worden. Die Diplomaten Polens vertreten derzeit auch die Interessen der USA und mehrerer anderer Länder, die ihre Botschaften in Syrien aus Protest gegen das brutale Vorgehen der syrischen Sicherheitskräfte gegen die Protestbewegung geschlossen haben. Mehrere Viertel von Homs befinden sich seit Wochen unter dem andauernden Beschuss der Armee.

AFP/kle

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