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«Frankreich stürzt sich auf die erstbeste Verleumdung»

Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy weist den Vorwurf rechtswidriger Spenden als «Verleumdung» zurück – und holt zum Gegenschlag aus.

Verweist auf die «grands problèmes» der «Grande Nation»: Nicolas Sarkozy.
Verweist auf die «grands problèmes» der «Grande Nation»: Nicolas Sarkozy.
Reuters

Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hat den Vorwurf rechtswidriger Spenden für die konservative Regierungspartei UMP als «Verleumdung» zurückgewiesen. «Ich wäre so froh, wenn das Land sich so leidenschaftlich für die grossen Probleme interessieren würde», sagte Sarkozy am Dienstag in Brie-Comte-Robert südöstlich von Paris. Der Präsident nannte als Beispiele dafür «das Gesundheitswesen, die Renten, wie wir Wachstum schaffen». Stattdessen stürze sich Frankreich «auf die erstbeste Verleumdung», die nur einer Sache dienen solle - die Regierung «zu beschmutzen».

Auch Eric Woerth, Arbeitsminister und Schatzmeister der Regierungspartei UMP, verteidigte sich gegen den Vorwurf illegaler Parteispenden. «Ich habe auf politischer Ebene nie den geringsten Euro erhalten, der nicht rechtens gewesen wäre», sagte Woerth im französischen Nachrichtensender i-Télé.

«Alles sauber»

Er verwalte die Finanzen der UMP seit acht Jahren, und niemand könne ihm etwas vorwerfen. «Alles ist klar, alles sauber», sagte der konservative Minister. An einen Rücktritt denke er nicht.

Sarkozy und Woerth bezogen sich auf Vorwürfe, ihre Partei habe für den Präsidentschaftswahlkampf im Frühjahr 2007 eine rechtswidrige Parteispende in Höhe von 150'000 Euro von der reichsten Frau Frankreichs erhalten, der L'Oréal-Grosseignerin Liliane Bettencourt.

Umschläge von Ehemann André

Die langjährige, ehemalige Buchhalterin der Milliardärin bezichtigt Woerth, die Spende für die UMP angenommen zu haben. Im Übrigen sei Sarkozy selbst im Hause Bettencourt ein- und ausgegangen und habe - wie andere konservative Politiker - Umschläge mit Bargeld von Bettencourts Ehemann André erhalten, sagte die Buchhalterin laut der Nachrichtenwebsite Mediapart.

AFP/mt

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