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Flüchtlingsstrom erreicht nie da gewesenes Ausmass

Trauriger Rekord: Vor der italienischen Mittelmeerküste sind seit Freitag mehr als 7000 Flüchtlinge aus meist seeuntüchtigen Booten gerettet worden.

Am Limit: Ein Mitarbeiter der italienischen Küstenwache (r.) reicht einem Flüchtling auf einem überfüllten Boot vor der Küste Siziliens eine Schwimmweste. (12. April 2015)
Am Limit: Ein Mitarbeiter der italienischen Küstenwache (r.) reicht einem Flüchtling auf einem überfüllten Boot vor der Küste Siziliens eine Schwimmweste. (12. April 2015)
Guardia Costiera, AFP

EU-Migrationssprecherin Natasha Bertaud sagte am Dienstag, mehr als die Hälfte der 7000 im Mittelmeer aufgegriffenen Menschen sei noch an Bord der Bergungsschiffe und auf dem Weg nach Italien. «Bis jetzt wurden elf Leichen geborgen«, fügte sie hinzu.

Der Flüchtlingsstrom aus Nordafrika – meist über Libyen – hat damit ein noch nicht da gewesenes Ausmass erreicht. Im vergangenen Jahr versuchten mehr als 280'000 Menschen, in der Hoffnung auf ein besseres und sichereres Leben in die EU zu gelangen. Viele Flüchtlinge kommen aus den Konflikt- und Kriegsgebieten Syriens, Eritreas und Somalias. Libyen, von wo sie von Menschenschmugglern in oft klapprige Boote verfrachtet werden, ist inzwischen selbst in bürgerkriegsähnliche Zustände versunken.

Die Küstenwachen der EU-Mittelmeeranrainer sind von dem Flüchtlingsstrom überfordert. Der EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopolous sagte am Dienstag Europaabgeordneten, die Grösse des Zustroms sei «leider die neue Norm und wir müssen uns darauf einstellen».

SDA/rub

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